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Eiseskälte hat die USA im Griff

Washington (dpa) - Mit bitterer Kälte, Stürmen und starken Schneefällen hatte ein grimmiger Winter am Wochenende weite Teile der USA im Griff. Während in Buffalo (Staat New York) das Autofahren zeitweise verboten wurde, nachdem bis zu 60 Zentimeter Schnee für ein Chaos gesorgt hatten, brachte der Kälteeinbruch der vergangenen Tage Frost und Schnee bis in südliche Staaten wie Texas und Georgia.


Frau nach 40 Stunden gerettet

In South Dakota wurde die 51jährige Karen Nelson am Samstag nach 40 Stunden aus ihrem Kleinlastwagen gerettet, nachdem ein Flugzeug die Signale ihres Mobiltelefons geortet hatte. Umgeben von Schnee und Eiseskälte hatte sie in ihrem Fahrzeug ausgeharrt, das bei dem Ort Webster von der Straße gerutscht war. Die 51jährige überstand die Kälte in einem Schlafsack und einer Decke. Vor allem durch Unfälle kamen in der Kältewelle weit mehr als 30 Menschen ums Leben.

Von der aus Kanada kommenden arktischen Front sind vor allem die Staaten des Mittleren Westens betroffen. In den Dakotas (Foto unten) wurden Temperaturen bis zu minus 30 Grad verzeichnet. Neuschnee und Winterstürme zwangen die Behörden, zahlreiche wichtige Straßen zu schließen. Präsident Bill Clinton hat South Dakota zu einem Katastrophengebiet erklärt. Damit ist der Weg für Bundeshilfe in dem nördlichen US-Bundesstaat frei.

Währenddessen wurden die Rekordschäden nach den Überflutungen im nördlichen Kalifornien fast unübersehbar. Fast 13 000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt, sieben Menschen kamen seit Anfang des Jahres in den Unwettern und den anschließenden Überschwemmungen ums Leben. Während weiter Flußdämme zu brechen drohten und Menschen ihre Häuser verlassen mußten, ging man zunächst von Gesamtschäden in Höhe von mindestens zwei Milliarden Dollar (mehr als drei Milliarden Mark) aus. Foto: ap


Letzte Änderung: 08.04.1997 18:08 von jo