IVWPixel Zählpixel NewsKopf-linksNewsKopf-rechts
Homepage | News | Wetter | Karikatur | Regionales | Rückschau

DWD-Logo



Meteorologen nehmen noch Eis-Wetten an:

Eisschrank Deutschland taut langsam auf

Hamburg/Offenbach (dpa) - Nach gut drei Wochen Dauerfrost taut das eisige Deutschland allmählich wieder auf. Am Sonntag stiegen die Temperaturen im Westen wieder über null Grad. Von diesem Montag an heißt es überall in der Bundesrepublik: Handschuhe aus, Mütze runter. Ob der Eis-Winter aber schon aufgibt, ist völlig ungewiß. Die Meteorologen nehmen noch (Eis)-Wetten an.

Zwar einigermaßen mild wird das Wetter in den nächsten Tage, aber nicht schön. "Unten grau, oben blau." In diese knappe Formel packten die Meteorologen die Wetteraussichten für die kommenden Woche. Das äußerst zähe Hoch "Urban" läßt der Sonne in den kommenden Tagen in den Niederungen kaum eine Chance: Die dichte Hochnebeldecke hat Bestand. Leichter Sprühregen könnte im Norden die Straßen in Rutschbahnen verwandeln, warnte Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach.

Um die Null Grad

Für die nächsten Tage sagen die Wetterexperten Tagestemperaturen um die Null-Grad-Grenze voraus, bei Aufheiterungen können sie im Norden auch leicht darüber liegen. Am wärmsten soll es in den Höhenlagen der Mittelgebirge und den Alpen werden. Zwischen drei und acht Grad - plus. Die bayerischen Berge lockten bereits am Wochenende mit Bilderbuchwetter.

Hochwasser ist nicht zu befürchten

Die Schneedecke wird im Laufe der Woche langsam dahinschmelzen, Nachschub ist nicht zu erwarten. Auch Hochwasser ist zunächst nicht zu befürchten - die langsam ansteigenden Temperaturen lassen Schnee und Eis nur allmählich abschmelzen, so daß die Flüsse und Bäche das Schmelzwasser gut bewältigen können.

Auf Grund der feucht-kalten Luft braut sich über Deutschland nun eine Inversionswetterlage zusammen. Dabei schiebt sich in Höhen zwischen 700 und 1700 warme Luft über bodennahe, kältere und feuchtere Schichten. Ein Luftaustausch findet nicht mehr statt. Dies führt in Industriegebieten zur Zunahme von Schadstoffen in der Luft. Empfindlichen Menschen drohen dann Atemprobleme. Smoggefahr besteht nach Ansicht der Meteorologen aber vorerst nicht.

Selten ausdauernde Frostperiode

Wie ein Meteorologe des Wetteramtes Essen berichtete, ist eine so lange Periode von drei Wochen Dauerfrost recht selten. In den Jahren 1940 und 1945 habe es jeweils im gesamten Januar Dauerfrost gegeben. Für den gesamten, strengen Winter 1962/63 registrierten die Meteorologen in NRW 26 "Eistage", also Tage, an denen auch tagsüber das Thermometer unter Null bleibt. Satellitenfoto: DWD

Letzte Änderung: 08.04.1997 18:08 von jo