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. . . Kühlschrank Deutschland taut auf


Wo im Sommer Segelboote kreuzen und sich Schwäne mit der weißen Alsterflotte ein Stelldichein geben, wehte diesmal der Duft von Glühwein, Punsch und Bratwürsten über einer Menschenlawine, die sich über die rund 160 Hektar große Eisfläche wälzte. Allein am Samstag flanierten 500 000 Menschen an den 150 Imbißständen und Verkaufsbuden vorbei. Schon am Sonntag vormittag zählte die Polizei schon wieder 100 000 Eisfans.

Fellmützen, Skianzüge und Moon-Boots - die kühlen Hanseaten wußten sich gegen den zeitweise eisigen Wind zu schützen. "Das ist eine gute Gelegenheit, unsere Stadt auch mal von einer anderen Perspektive zu sehen", freute sich Elisabeth Kehrl aus Hamburg-Niendorf. "Sonst geht man ja immer nur um die Alster herum."

Auch bei Besuchern außerhalb Norddeutschlands stand das Alstereisvergnügen hoch im Kurs: "Ich bin ganz begeistert", lachte eine Touristin aus Ascheberg in Westfalen und schlürfte vor einem Glühweinstand "Hasenmilch", eine Mixtur aus Milch, Eierlikör und Sahne.

Schnee wirkt als Stoßdämpfer

Schwere Verletzungen blieben beim Eistaumel diesmal aus. Anders als 1996 gab es keine Verletztenwelle. In der Universitätsklinik Eppendorf mußten nur 35 Prellungen und Verstauchungen behandelt werden. Grund war der auf dem 25 Zentimeter dicken Eispanzer liegende Schnee, der wie ein Stoßdämpfer wirkte. Foto: Reuter

Letzte Änderung: 08.04.1997 18:08 von jo