IVWPixel Zählpixel

Unwetter über Griechenland

Neun Tote - Hunderte von Menschen obdachlos

Athen (dpa) - Neun Menschen sind in den schweren Unwettern, die sich seit Sonntag mittag fast ganz Griechenland heimsuchten, ums Leben gekommen. Das teilte am Montag das Athener Ministerium für öffentliche Ordnung mit, das für die von Sturm, Hagelschlag und ungewöhnlich starken Regenfällen am schlimmsten betroffenen Gebiete auf dem Peloponnes, im südlichen Festland und Zentralgriechenland den Notstand ausgerufen hat.

Besonders katastrophal sind die Schäden in Korinth, wo am Montag in strömendem Regen Militärfahrzeuge versuchten, die Straßen von ungeheuren Schlammassen, Baumstämmen und Autos zu räumen, die die Fluten zum Teil bis ins Meer gespült hatten. Strom- und Telefonleitungen konnten noch nicht wieder repariert werden. Hunderte von Menschen, die obdachlos geworden sind, wurden in Hotels und Schulen untergebracht.

Straßen nicht mehr befahrbar

In der Präfektur Fthiotida auf dem Festland brachen fünf Brücken unter den reißenden Wassern des Flusses Sperchios zusammen. Viele Straßen des Landes sind nicht mehr befahrbar. Zahlreiche Dörfer waren auch am Montag mittag noch von der Umwelt abgeschnitten. Nicht einmal Militärfahrzeuge und Traktoren konnten die reißenden Fluten durchqueren. Der Prognose des Athener Wetteramtes zufolge ist mit Wetterbesserung ab Montag nachmittag zu rechnen. Foto: Reuter

Letzte Änderung: 08.04.1997 18:08 von aj