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Geheimnis der Knoblauchfahne gelüftet?

London (dpa) - Der stundenlang anhaltende Duft nach dem Genuß von Knoblauch stammt nicht unbedingt von der Würzknolle selbst. Vielmehr regt der Knoblauch den Abbau von bestimmten Stoffen an, deren Endprodukte die Duftwolke verbreiten. Insbesondere Fetteile, etwa die des Cholesterins, werden ausgeatmet. Das hat ein Forschungsteam an der österreichischen Universität von Innsbruck unter der Leitung von Werner Lindinger herausgefunden. Wie das britische Wissenschaftsmagazins "New Scientist" (Nr. 2066, S. 14) in seiner neuesten Ausgabe berichtet, könnte in dem Abbau bestimmter Fette auch die Wirksamkeit des Knoblauchs begründet sein.

Lindinger und seine Kollegen haben die im Atem von Versuchspersonen enthaltenen flüchtigen Knoblauchdüfte bis zu 30 Stunden, nachdem diese Knoblauchzehen gegessen hatten, untersucht. Zu ihrer Überraschung waren schon nach fünf Stunden die meisten originalen, in der Zehe vorhandenen Wirkstoffe aus der Atemluft verschwunden. Dagegen fanden sie hohe Gehalte der organischen Substanzen Allyl-Methylsulfid, Dimethylsulfid und Aceton. Diese Stoffe bilden sich typischerweise beim Abbau von Fettstoffen im Blut, zu denen auch das gesundheitsschädliche Cholesterin gehört.


Letzte Änderung: 08.04.1997 18:08 von aj