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Multimedia-Spielwaren im Trend

Lerncomputer Hits für Kids auf Nürnberger Spielwarenmesse

Nürnberg (AP) - Multimedia ist auch auf der diesjährigen 48. Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg auf dem Vormarsch: Computer mit mehr als 25.000 Lernaktivitäten, funkferngesteuerte und wasserspeiende Saurier und CD-Roms zur Rechtschreibreform gehören zu den Trends im Kinderzimmer. Der Vertreter des Spielwaren-Facheinzelhandels, Otto Umbach, sagte am Donnerstag, allein der Lerncomputermarkt habe 1996 um 20 Prozent zugelegt und werde weiter wachsen. Der Inlandsmarkt für Spielwaren insgesamt schrumpfte 1996 jedoch um fünf Prozent.

Siehe auch:

  • Bill Gates als Reeder der "Enterprise"?
  • Microsoft: Neues Office-Paket
  • Doch Verbot für Internet-Zahnarzt?
  • CD: Dreidimensionales Abenteuer
  • An der größten Spielwarenmesse Europas werden in diesem Jahr auf rund 116.000 Quadratmetern etwa 2.700 Aussteller aus 53 Ländern mehr als eine Million Produkte anbieten. Wie bereits im Vorjahr wird das elektronische Angebot immer stärker zum zweiten Standbein für die mit Umsatzeinbußen kämpfende Branche. Zu einem Renner scheint sich neben den Lerncomputern auch das 3-D-Puzzle zu entwickeln. Konnten die Kleinen im vergangenen Jahr schon das Schloß Neuschwanstein im Kinderzimmer aufbauen, so kommen 1997 unter anderem der Berliner Reichstag und die Dresdner Frauenkirche hinzu.

    Beim Experimentierspielzeug wird erstmals eine Modellbahn-Lok mit eingebauter Farbvideo-Kamera angeboten. Als Plastikmodell ist jetzt auch der bei den Politikern noch umstrittene Transrapid zu haben. Zu dem neuen Dinosaurierfilm "The Lost World" bieten die Hersteller einen rasenden, funkferngesteuerten und wasserspeienden Saurier an.

    Händler bleiben auf teueren Produkten sitzen

    Lichtblick für die angeschlagene Branche waren die Geschäfte im Januar. Sie verliefen "stark bis ausgezeichnet", was auf einen Nachholbedarf derjenigen Kunden schließen lasse, die zu Weihnachten nicht alle Wünsche erfüllt bekamen. Insgesamt war 1996 im Gegensatz zu vorangegangenen Jahren das Preisbewußtsein der Käufer deutlicher spürbar. Auf teueren Produkten blieben die Händler immer öfter sitzen.

    Der Export nahm im ersten Halbjahr 1996 im Vorjahresvergleich um vier Prozent zu, während der Import ein Minus von 4,2 Prozent verzeichnete. Zu der Messe, die vom 30. Januar bis 5. Februar ihre Tore geöffnet hat, sind allein Fachbesucher zugelassen.


    Letzte Änderung: 08.04.1997 18:08 von aj