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  • Siehe auch den RZ-Kommentar: Der Horror wird Wirklichkeit


    Im Netz Kinder für Sex-Folter angeboten

    Rosenheim (dpa) - In Computerdatennetzen hat ein oberbayerisches Paar zahlungskräftigen Interessenten Kinder für sadistische Sex- Foltern angeboten. Die Tötung wurde gegen Aufpreis offeriert. Die Kinder sollten angeblich aus dem Ausland verschleppt werden, vermutlich aus Osteuropa. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Rosenheim mitteilten, wurden die 36jährige Frau und ihr 35 Jahre alter Lebensgefährte bereits am Montag festgenommen.

    In dem von dem Paar angemieteten Haus bei Rosenheim wurde ein schalldichter Folterkeller entdeckt (Bild). Es gebe zwar keine Hinweise, daß dort Kinder mißhandelt worden seien, sagten die Ermittler. Dennoch werde weiter ermittelt. Nach Ermittlerangaben könnte die Offerte aber auch der "abgründigen Phantasie" des Paares entsprungen sein und keine reale Grundlage haben. Zumindest einmal kam es zu sadistischen Exzessen mit einem Erwachsenen.

    Der Henker und die Hexe

    Gegen das Paar wurde wegen Verdachts auf Verbrechensverabredung und andere Delikte Haftbefehl erlassen. Das Paar war im Datennetz "T- Online" der Telekom und offenbar auch im Internet aktiv. Es benutzte die Namen "Sado-Henker" und "Domina-Lederhexe".

    Aufpreis für Beseitigung der Kinderleiche

    Ein Computernutzer hatte sich bei der Polizei gemeldet, nachdem ihm für 12 000 Mark ein 10 bis 14 Jahre altes Mädchen offeriert worden war. Es sollte in dem Keller "für grenzenlose Spiele" zu seiner Verfügung stehen. Nach mehreren Internet-Kontakten gab es ein Telefonat, in dem die Frau zu den Folgen für die Kinder sagte: "Wenn die zum Schluß kaputt sind, ist das kein Problem." Für 3000 Mark Aufpreis werde man die "Kadaver" beseitigen. Sie wohnte seit etwa einem Jahr in dem Haus, ihr Lebensgefährte ist Fuhrunternehmer. Foto: AP

    Letzte Änderung: 08.04.1997 18:09 von jo