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Astonomen beobachteten Solarsturm

Washington (dpa) - Astronomen und Astrophysiker haben durch den Einsatz mehrerer Sonden erstmals einen gewaltigen Energieausbruch auf der Sonne von seiner Entstehung bis zu den Auswirkungen auf der Erde verfolgt. Der Energieausbruch vom 7. Januar raste als magnetische Wolke mit einer Geschwindigkeit von 1,6 Millionen Kilometern in der Stunde auf die Erde zu und traf am 10. Januar auf das Erdmagnetfeld.

"Dieses Ereignis ist deshalb so bemerkenswert, weil wir es schon beobachtet haben, als es entstand, mehrere Tage also, bevor sich der Solarsturm näherte", erklärte die Astrophysikerin Barbara Thompson nach US-Medienberichten vom Donnerstag. 20 Satelliten und Sonden - vor allem Soho, Wind und Polar - beobachteten die Magnetwolke aus Elektronen und Protonen, als sie am Magnetfeld der Erde ankam.

In der Antarktis fielen Kommunikationssysteme aus

Die Folgen des Energieausbruchs sorgten zwar dafür, daß in der Antarktis Kommunikationssysteme ausfielen, brachten aber ansonsten keine ernsthaften Störungen. In den nächsten fünf Jahren sei mit einer erhöhten Zahl starker Sonneneruptionen zu rechnen, sagte Robert Hoffmann vom Polar-Forschungsprojekt. Die Wissenschaftler würden bald auch in der Lage sein, deren Folgen vorherzusagen.

Letzte Änderung: 08.04.1997 18:09 von jo