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Januar-Frost nicht in "Top Ten"

Offenbach (dpa) - Trotz seiner klirrend kalten Tage ist der Januar bislang so frostig doch nicht gewesen: "Mit einer Mitteltemperatur von minus 2,5 Grad liegt er nicht einmal unter den Top-Ten seit Beginn der Aufzeichnungen 1857", sagte Meteorologe Klaus Gagel vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Freitag in einer Kälte-Bilanz. An diesem Wochenende soll aber die kalte Jahreszeit zumindest im Osten Deutschlands noch einmal zuschlagen.

Dresden, Berlin oder Rostock müssen sich laut Gagel wieder auf Höchstwerte leicht unter dem Gefrierpunkt einstellen. Im Süden und Südwesten würden dagegen nochmal Werte zwischen zwei und sieben Grad erreicht, nachts kühle es auf mindestens null Grad ab.

Mit etwas Glück (?) Neuschnee

Mit dem Einzug polarer Kaltluft, die das Hochdruckgebiet "York" verdrängt, ziehe auch in den Mittelgebirgen oberhalb von 600 Metern Höhe wieder Dauerfrost ein. "Mit etwas Glück gibt es am Montag oder Dienstag in den Alpen auch mal wieder Schnee", meinte der Meteorologe.

Frühlingshafter sieht es im Norden aus: Zumindest in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie im Osten Deutschlands beschert "York" zunächst noch viel Sonne. Im Süden und Westen habe es das Hoch allerdings schwerer, sich gegen störrische Reste von Tiefausläufern durchzusetzen, die das Tief "Sylvia" dort hinterlassen habe. Durch Nebel oder gar dicke Regenwolken soll sich die Sonne nur an wenigen Stellen durchsetzen.

Eisschollen in Koblenz beseitigt

Auf den Flüssen im Südwesten Deutschlands normalisiert sich die Situation wieder. Auf dem Main ist der Schiffsverkehr inzwischen wieder von der Mündung bis Klingenberg zugelassen. Flußaufwärts bemühten sich Eisbrecher, die Wasserstraße befahrbar zu machen, berichtete die Wasser- und Schiffahrtsdirektion Süd in Würzburg. Mit der Freigabe gesperrter Streckenabschnitte sei in den nächsten Tagen zu rechnen. Schiffbar waren am Freitag auch wieder Mosel und Saar. Nach Mitteilung des Wasser- und Schiffahrtsamtes Koblenz konnten auch die Eisschollen in der letzten Schleuse vor dem Deutschen Eck an der Moselmündung beseitigt werden. Satellitenfoto: DWD

Letzte Änderung: 08.04.1997 18:09 von jo