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Kampf gegen Kinderpornos

Bayerns Polizei nimmt Internet ins Visier

München (dpa) - Im Kampf gegen Kindesmißbrauch und Kinderpornographie will Bayerns Polizei ihre "Streifengänge" in den elektronischen Datennetzen ausbauen. Das hat Bayerns Innenstaatssekretär Hermann Regensburger (CSU) am Mittwoch in München angekündigt.

Bei verdachtsunabhängigen "Netzpatrouillen" vor allem im Internet hätten die Beamten in den vergangenen zwölf Monaten 172 Verdachtsfälle von Kinderpornograhie aufgedeckt.

Neben dieser "besorgniserregenden Entwicklung" gehörten auch die Verbreitung extremistischer Parolen, die Anleitung zum Bau von Bomben und die Online-Verabredungen von Wirtschaftskriminellen zu den Schattenseiten der modernen Kommunikationstechnologien, sagte Regensburger. Bayerns Polizei erweiterte deshalb am Mittwoch ihr eigenes Informationsangebot im Internet um den Themenblock "Mißbrauch im Internet".

Unter der Rubrik "Schützen und Vorbeugen" können die mehr als 25 zusätzlichen Informationsseiten über die Internetadresse http://www.polizei.bayern.de abgerufen werden. "Wir versprechen uns davon auch eine präventive Wirkung und eine Verunsicherung potentieller Straftäter", erklärte Regensburger. Unter einer eigenen elektronischen E-Mail-Adresse nimmt Bayerns Polizei auch Hinweise aus der Bevölkerung entgegen.


Letzte Änderung: 08.04.1997 18:09 von aj