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Rheinjet prallte gegen Tanker

Neues Tragflügelboot verunglückt - Zwei Passagiere im Krankenhaus

Koblenz (spe). Jäh zu Ende war am Dienstagvormittag für 23 Touristen eine Rheintour von Köln nach Mainz an Bord des neuen superschnellen "Rheinjets". Das Tragflügelboot der "Köln-Düsseldorfer" (KD) lief aus dem Ruder und kollidierte im Bopparder Rheinbogen mit einem ebenfalls bergfahrenden Tankmotorschiff. Die Folge:


Passagiere wurden aus ihren Sitzen geschleudert, schlugen in der Gangway hin, holten sich Kopfnüsse und Prellungen. Zwei der Fahrgäste verletzten sich so schwer, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Drei weitere Touristen trugen leichtere Blessuren davon.

"Das Ruder reagierte nicht"

"Das Ruder reagierte nicht", bestätigte KD-Pressesprecher Horst Zimmermann. Noch gestern nachmittag begann eine Kommission von Sachverständigen damit, nach der Ursache der Havarie zu forschen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß das elektronische Navigationssystem des "Jets" versagte.

Während das dickwandige Tankschiff bei der Kollision lediglich einen leichten "Rempler" abbekam, wurde der Bug des "Rheinjet" eingedrückt. Es entstand ein Leck von beträchtlicher Größe. Das Boot konnte nicht mehr weiterfahren und wurde am Osterspaier Ufer festgemacht. Später soll es in den Heimathafen Köln geschleppt, untersucht und repariert werden.

Tempo 70 mit 1100 PS

Im gecharterten Kleinbus und in Taxis erreichten die Passagiere ihr Tagesziel. Unter ihnen war eine Gruppe japanischer Touristen auf Rheinromantik-Trip. Erst vor einer Woche hatte der "Rheinjet" seine Jungfernfahrt absolviert. Der in Weißrußland gebaute Flitzer erreicht mit seinem 1100-PS-Motor Tempo 70.

Rätselhaft bleibt für Horst Zimmermann der plötzliche Ausfall der Ruderanlage. Das nach gleichem Muster gebaute Vorgängermodell "Rheinpfeil" funktionierte über Jahrzehnte zuverlässig. Foto: RZ



Letzte Änderung: 30.04.1997 00:02 von aj