IVWPixel Zählpixel

DFB-Slogan für Bewerbungskampagne:

"Wir sehen uns im Herzen Europas"

Schumacher, Becker, Graf, Kohl und Herzog für WM in Deutschland

München (sid) Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gibt sich international: "See you in the heart of Europe" - "Wir sehen uns im Herzen Europas" - heißt der Slogan, mit dem der DFB die Welt und die Funktionäre des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) überzeugen will, daß die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland stattfinden sollte.

Slogan und das dazu passende Logo - ein Fußball mit schwarz-rot-goldenem Schweif - wurden am Dienstag bei einer Gala-Präsentation im Münchner Prinzregententheater vor 500 Journalisten aus aller Welt und 300 Ehrengästen vorgestellt. In einem 14minütigen Filmbeitrag machten sich Boris Becker, Michael Schumacher, Steffi Graf und Bundeskanzler Helmut Kohl für eine WM in Deutschland stark. In einer Broschüre wirbt auch Bundespräsident Roman Herzog für den Sport-Standort Deutschland. DFB-Sprecher Wolfgang Niersbach: "Es ist uns wichtig, von Beginn an zu dokumentieren, daß diese WM-Bewerbung eine breite Unterstützung in Politik, Sport und Gesellschaft hat." Mit England, das sich entgegen eines "Gentlemen Agreement" direkt nach der Ausrichtung der Europameisterschaft im vergangenen Jahr um das nächste Großereignis in Europa bewirbt, ist den Deutschen ein unerwarteter Konkurrent erwachsen.

22 Städte wollen WM

Bei der Präsentation, die von ARD-Mann Waldemar Hartmann und Franz Beckenbauer, Vize-Präsident des Bewerbungs-Komitees, moderiert wurde, waren auch hochrangige Fußball-Funktionäre aus Asien und Afrika anwesend. Franz Beckenbauer hatte unlängst schon gemeinsam mit Bundespräsident Roman Herzog eine Asien-Reise unternommen, um für Deutschland als WM-Austragungsland zu werben.

Gleichzeitig wurden im Prinzregententheater auch jene 22 Städte bekanntgegeben, die Austragungsort von WM-Spielen werden möchten. Die Kandidaten sind: Berlin, Bochum, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Leverkusen, Mönchengladbach, München, Nürnberg und Stuttgart sowie darüber hinaus noch Dresden, Essen, Magdeburg und Münster, die allerdings erst noch neue Stadien bauen müßten. Bei einem Zuschlag - die Entscheidung ist für das Jahr 2000 vorgesehen - werden aus diesem Kreis zehn bis zwölf Städte ausgewählt. Rainer Kalb; Foto: dpa


Letzte Änderung: 28.05.1997 00:02 von jp