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Fehler behindert Datenübertragung:

"Pathfinder" stotterte ein wenig

Pasadena (AP) Ein Fehler von Wissenschaftlern in Madrid hat am Wochenende den weitgehenden Ausfall der Datenübertragung von der Marssonde "Pathfinder" zur Folge gehabt. Davon betroffen waren unter anderem die Übermittlung von Aufnahmen vom Marsmond Phobos und die Ergebnisse weiterer Gesteinsvermessungen. Der Ausfall stand nicht damit im Zusammenhang, daß die Bodenkontrolle in Pasadena "Pathfinder" am Samstag eine neue Software überspielte. Diese soll sicherstellen, daß sich der Computer der Sonde nicht mehr automatisch abschaltet.

Den mehrmaligen Unterbrechungen des Informationsstroms fielen nach Angaben der Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa jedoch keine Daten zum Opfer. "Pathfinder" mußte lediglich die Übertragung von vorn beginnen, was die Forscher Zeit kostete. Da die Sonde aber am Samstag schon den 15. Tag im Dienst war - wesentlich länger als erwartet - trüben die Ausfälle die erfolgreiche Mission in keiner Weise.

Irdische Funkantenne war falsch justiert

Wie Projektmanager Brian Muirhead mitteilte, gingen die Schwierigkeiten bei der Datenübertragung zum guten Teil auf die fehlerhafte Ausrichtung einer Funkantenne in Madrid zurück. Da das Nasa-Team die Unterstützung der Wissenschaftler in der spanischen Hauptstadt erstmals seit der Landung der "Pathfinder" am 4. Juli in Anspruch genommen habe, habe die Korrektur des Antennenfehlers einige Zeit gebraucht.

"Galileo " meldet sich wieder

Für das Wochenende erwartete die Nasa neue Signale von der Jupitersonde "Galileo", die den größten Planeten unseres Sonnensystems und dessen Monde seit Dezember 1995 eingehend untersucht. Das Wissenschaftsmagazin "Science" berichtete in seiner jüngsten Ausgabe, "Galileo" habe auf dem eisigen Mond Europa Anzeichen einer dünnen Atmosphäre entdeckt. Damit wäre Europa nach Io der zweite der vier großen Jupitermonde mit einer Gashülle.

Mond Europa: Kein totes Stück Materie

Aus Funksignalen vom Dezember 1996 und Februar dieses Jahres schlossen die Nasa-Forscher, daß Europa eine Schicht geladener Teilchen aufweist, die das Vorhandensein einer Atmosphäre voraussetzen. Diese besteht ihren Annahmen zufolge aus Wasserstoff- und Sauerstoffteilchen, die der energiereiche Magnetwind Jupiters aus der gefrorenen Oberfläche Europas herausschlägt. "Diese Entdeckung kann über mögliches Leben unter der Eiskruste Europas nichts aussagen. Sie zeigt aber, daß es sich bei dem Mond nicht um ein totes Stück Materie handelt", sagte Arvydas Kliore, der Chef des Funksignalteams von "Galileo". Fotos: NASA

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    Letzte Änderung: 21.07.1997 00:02 von jo