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Leserbrief

Engländer Lessing gewinnt Formel 1-Triathlon in Koblenz:

Jürgen Zäck war chancenlos

Koblenz (RZ) - Als es ans Finale ging, mußte sich auch Jochen Basting nochmals der Reihenfolge versichern. "Wir fangen doch jetzt mit dem Radfahren an, oder nicht?" fragte der 36jährige Darmstädter vor dem dritten Durchgang bei seinem oftmaligen Trainingspartner Jürgen Zäck nach. Der nickte, klemmte sich den Rennuntersatz unter und konnte den rund 12 000 Zuschauern am Kurs ums Deutsche Eck und durch die Altstadt-Peripherie zumindest auf dem ersten Teilstück nochmals seine Stärken demonstrieren. "Die Show auf dem Rad mußte einfach sein", sagte Zäck, als es endlich vorbei war.

Denn in der Gesamtwertung des Dreifach-Super-Sprints, bei dem dreimal hintereinander in unterschiedlicher Reihenfolge zu schwimmen, radeln und laufen ist, hatten die beiden langstreckenerprobten Oldies der Konkurrenz erwartungsgemäß nicht das Wasser reichen können. "Es ist so, als würde Dieter Baumann über 100 Meter antreten", bemühte Jürgen Zäck, sichtlich erschöpft, ein nachvollziehbares Bild zur Erklärung. "Ich bräuchte ein halbes Jahr, um mich umzustellen."

So machten diejenigen, die mit den kurzen Strecken und dem schnellen Wechseln vertraut sind, wie schon im Vorjahr die Sieger unter sich aus. Allen voran der Engländer Simon Lessing (Foto), der die geballte Macht der Australier zwar nur im letzten Rennen in die Schranken verweisen konnte, sich während der drei 20minütigen Durchgänge die Kräfte aber offensichtlich am besten dosiert hatte. Zweiter wurde Greg Welch, der mit dem Sieg im ersten Dreikampf noch seine Titelambitionen unter Beweis gestellt hatte. "Eigentlich wollte ich beim zweiten Rennen als Erster in die Mosel springen. Aber auf dem Rad ist irgendetwas schief gegangen", suchte der Australier nach den Gründen für seinen neunten Platz, der ihm die Chance auf den Gesamtsieg nahm. "Aber ich komme wieder in diese tolle Stadt", kündigte er eine Revanche an.

"Was will man den Zuschauern spannenderes bieten"

Vollauf zufrieden war auch Organisator Andrew Fraser. "Dreimal hatten wir ein Sprint-Finish im Zielkanal. Was will man den Zuschauern spannenderes bieten", freute sich Fraser. "Das ist es, wovon der Dreifach-Super-Sprint lebt." Von Dirk Kurz, Foto: dpa

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Letzte Änderung: 04.08.1997 00:02 von aj