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Stichwort: Nematoden in Fischen

Hamburg (dpa) - Nematoden sind kleine Fadenwürmer, die in der Natur weit verbreitet sind. Fast alle Seefischarten können von Nematoden-Larven befallen sein. Die Parasiten werden von ihnen mit der Nahrung aufgenommen und besiedeln vor allem den Magen-Darm- Trakt, gelegentlich aber auch die Muskulatur der Fische. Als Endwirte der Nematoden gelten etwa Robben, Wale, Delphine und Seevögel. In den Speisefischen des Nordatlantik kommen vor allem zwei Arten vor, die für den Menschen gefährlich werden könnten: der Heringswurm und der Kabeljauwurm.

"Gesundheitsgefahren drohen im Grunde nur dann, wenn Sie den Fisch roh essen", sagte der Leiter der Bundesforschungsanstalt für Fischerei in Hamburg, Gerd Hubold, der dpa. "Die Gesundheitsgefahr ist sehr gering, es ist eher ein ästhetisches Problem." Durch Braten und Kochen werden die Fadenwürmer abgetötet, das gleiche gilt für Tiefgefrieren unter minus 20 Grad Celsius. Seit 1988 gelten strenge Bestimmungen, die den Verbraucher vor Nematodenlarven in Fischen schützen sollen. So werden Filets auf Leuchttischen kontrolliert, zu stark von Parasiten befallene Fische dürfen nicht verkauft werden. Matjes werden vor der Marinierung kurz schockgefroren.

Ein Vorkommen von Nematodenlarven in Fischen sei nach heutigem Wissen unvermeidlich, betont die Bundesforschungsanstalt. Der Mensch könne weder die Freßgewohnheiten noch die Wanderungen der wild lebenden Seefische steuern. Anders als bei Trichinen und Spulwürmern, die ebenfalls zu den Nematoden zählen, können die Nematoden aus Fischen im menschlichen Körper zwar Schäden an den Darmwänden verursachen, aber nicht auf Dauer überleben.

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Letzte Änderung: 14.08.1997 00:02 von aj