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Tumulte im Hamer-Prozeß

Urteilsverkündung über "Wunderheiler" verzögert sich

Köln (dpa) - Laute Proteste im Gerichtssaal und neue Anträge der Verteidiung haben am Freitag die Urteilsverkündung im Prozeß gegen den selbsternannten "Krebsheiler" Ryke Geerd Hamer verzögert. Der Vorsitzende Richter am Kölner Amtsgericht, Wolfgang Hilgert, ließ den Saal räumen, weil Anhänger des Angeklagten während des Prozesses applaudiert und laut gesprochen hatten. Einige Zuschauer wurden von Gerichtsdienern mit sanfter Gewalt herausgeschoben.

Im Publikum saß unter anderem der Vater der österreichischen Krebspatientin Olivia Pilhar. Hamer hatte ihm geraten, seine Tochter der schulmedizinischen Behandlung zu entziehen. Das Kind war daraufhin gegen den Willen der Eltern einer Chemotherapie unterzogen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 62jährigen "Krebsheiler" Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz in 13 Fällen und unterlassene Hilfeleistung vor. Der Fall Pilhar ist aber nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem Schöffengericht am Kölner Amtsgericht.

Befangenheitsanträge gescheitert

Der Verteidiger Hamers, der vor Gericht auch die sogenannte "Neue Medizin" seines Mandanten verteidigte, stellte am Freitag zwei Befangenheitsanträge gegen Richter Hilgert, die aber abgelehnt wurden. Der Prozeß dauerte am späten Freitag nachmittag noch an. Foto: Reuters

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Letzte Änderung: 31.08.1997 00:02 von aj