IVWPixel Zählpixel
Home
Sport | Ticker | Bundesliga | Formel 1
Leserbrief

"Bomber der Nation" kontra Berti Vogts

Müller fordert "Freibrief" für Bierhoff

Berlin (sid) Der 62malige Fußball-Nationalstürmer und "Bomber der Nation", Gerd Müller, hat sich in die Stürmerdiskussion in der deutschen Nationalelf eingeschaltet und für Oliver Bierhoff eingesetzt. Der 51jährige vertritt eine konträre Meinung zu Bundestrainer Berti Vogts, mit dem er zusammen 1974 in München Weltmeister durch das 2:1 im WM-Finale gegen die Niederlande geworden war.

"Berti macht einen Riesenfehler. Er hätte gleich nach den drei Toren von Nordirland einen Freibrief vergeben müssen - an Oliver Bierhoff. Der schießt das Golden Goal bei der EM, schießt uns zur WM, ist der Mann der wichtigen Tore. Da hätte Vogts ein Zeichen setzen müssen und sagen: Jetzt ist Bierhoff meine Nummer eins", sagte der ehemalige Torjäger von Bayern München und der deutschen Auswahl der Bild-Zeitung. Müller erzielte in seiner Nationalmannschaftskarriere 68 Treffer und ist nach wie vor Rekord-Torschütze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie der Bundesliga mit 365 Toren in 427 Begegnungen zwischen 1965 und 1979.

Zwei Spiele sind ein Spiel zu viel

Für die Tatsache, daß Vogts dem seit 694 Länderspielminuten erfolglosen Kapitän Jürgen Klinsmann (Sampdoria Genua) nochmals eine Bewährungsfrist von zwei Spielen am Samstag gegen Portugal in Berlin und am kommenden Mittwoch (10. September) in Dortmund gegen Armenien einräumt, hat Müller kein Verständnis: "Daß Vogts ihm noch zwei Spiele Zeit gibt, ist ein Spiel zuviel. Wenn Klinsi gegen Portugal nicht trifft, muß Vogts sogar schon bei Halbzeit reagieren. Dann muß er Kirsten bringen. Der ist in Gala-Form." Der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison, der Leverkusener Ulf Kirsten, führt mit fünf Saisontreffern schon wieder die Torjäger-Rangliste der Bundesliga an. Foto: dpa

Home
Sport | Ticker | Bundesliga | Formel 1
Leserbrief


Letzte Änderung: 04.09.1997 00:02 von jp