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Leserbrief

. . . "Schumi": "Ich fahre auf Nummer sicher"

Dauertiefstapler "Schumi" beziffert den Rückstand auf die Spitzengeschwindigkeiten der Konkurrenz auf eine halbe Sekunde, weil die "aerodynamische Effizienz auf der Vollgasstrecke nicht optimal" sei. Dennoch ist Schumacher, der sich im vergangenen Jahr mit dem ersten Ferrari-Erfolg in Monza seit Gerhard Berger 1988 ein Denkmal gesetzt hatte, zuversichtlich: "Bessere Siegchancen als 1996 habe ich aber schon."

Hilft die Konkurrenz?

Ein erneuter Triumph würde Schumacher dem ersten Fahrer-WM-Titel für Ferrari seit 1979 (Jody Scheckter/Südafrika, Foto) einen großen Schritt näher bringen. Bei noch fünf ausstehenden Rennen führt der Deutsche in der Gesamtwertung mit 66 Punkten vor Williams-Pilot Jacques Villeneuve (54) aus Kanada. Weltmeister Damon Hill (7) ist bereits entthront. Der Brite kann seinen Titel im Arrows-Yamaha seit Spa nun auch mathematisch nicht mehr erfolgreich verteidigen.

Punktesammler Schumacher, der bislang nur in Argentinien (Unfall) und England (technischer Defekt) ohne Zähler blieb, hofft im Zweikampf mit Villeneuve auf Schützenhilfe der Konkurrenz. "Auch Benetton, Jordan und McLaren waren bei den Tests ziemlich schnell. Ich hätte überhaupt keine Probleme damit, wenn die ein Rennen gewinnen und somit Villeneuve wertvolle Punkte wegnehmen würden", sagt der Kerpener.

Scheckter der letzte Weltmeister auf Ferrari

Bislang triumphierten elf Ferrari-Piloten seit Einführung der WM 1950 in Monza. Scheckter gewann 1979 das wichtigste Saisonrennen der "Scuderia" und wurde anschließend Champion. Schumacher wurde nach seinem Vorjahreserfolg zwar nicht Weltmeister, feierte dafür aber abseits der Piste seinen schönsten Sieg, als er voller Stolz die frohe Erwartung auf Töchterchen Gina Maria verkündete: "Ich werde Papa."

Daß Willi Weber derzeit mit Ferrari über eine WM-Prämie von fünf Millionen Dollar für seinen Schützling verhandelt, wollte der Manager der Schumacher-Brüder Michael und Ralf nicht bestätigen. "Das sind alles Spekulationen. Es gibt in dieser Hinsicht nichts zu bereden." Wahrscheinlich also, daß "Mr. 20 Prozent" mit einem Blick in seine Kristallkugel schon vor der Saison einen zusätzliche Summe im Falle des Titelgewinns für "Schumi" ausgehandelt hat.
Heimo Reifetshammer; Foto: dpa

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Letzte Änderung: 04.09.1997 00:02 von jp