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Die schwersten Bundeswehrunfälle

Hamburg (dpa) - Die größte Katastrophe der Bundesluftwaffe und zugleich der gesamten Bundeswehr war der Absturz einer "Transall" im Februar 1975 auf der griechischen Insel Kreta. Damals kamen alle 42 Insassen ums Leben. Im Februar 1969 wurde beim Absturz einer "Noratlas" auf ein Haus bei Erding in Oberbayern außer der zehnköpfigen Besatzung auch ein kleines Mädchen getötet. Bis zum jüngsten Absturz eines Bundeswehrflugzeuges mit 24 Insassen über dem Südatlantik verunglückten zwölfmal Transportmaschinen der Bundeswehr.

Der schwärzeste Tag des Heeres war das Illerunglück von 1957, bei dem 15 Soldaten ertranken. Die Marine hatte nur einmal einen größeren Verlust, als das U-Boot "Hai" 1966 mit 19 Mann in der Nordsee sank.

03.06.1957 - 15 Bundeswehrsoldaten ertrinken bei der Überquerung der 40 bis 60 Meter breiten Iller bei Hirschdorf im Allgäu während einer Übung des Luftlandejägerbataillons 19.

09.04.1964 - Auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne bei Celle werden acht Bundeswehrsoldaten und zwei ausländische Offiziere von einer verirrten Mörsergranate zerrissen. Zu dem Unglück hatten unter anderem Fehler bei den Sicherheitsvorkehrungen geführt.

14.09.1966 - In der Nordsee sinkt das U-Boot "Hai" bei einer Überwasserfahrt. 19 Besatzungsmitglieder finden den Tod, weil bei schwerem Wetter Wasser durch den Schnorchel in das Schiff gedrungen war.

12.02.1969 - Ein Noratlas-Transporter der Luftwaffe stürzt bei Erding/Oberbayern auf ein Haus. Zehn Soldaten und ein 2.1/2jähriges Mädchen werden getötet.

07.07.1970 - Ein Bundeswehrhubschrauber gerät bei Berchtesgaden in Telefondrähte und stürzt ab. Zwölf Soldaten - acht französische und vier deutsche - kommen bei diesem bisher schwersten Hubschrauber- Unfall der Bundeswehr ums Leben.

09.02.1975 - Eine Transall-Bundeswehrmaschine stürzt über Kreta in ein unzugängliches, verschneites Gebiet ab. Alle 42 Flugzeuginsassen kommen ums Leben.

11.05.1990 - Eine Transall stürzt während eines Übungsfluges bei Lohr am Main in ein Waldgebiet im bayerischen Spessart. Keiner der zehn Insassen überlebt das Unglück.

06.06.1996 - Eine Bell UH-1 D der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums stürzt bei einem Rundflug über Dortmund südlich der Stadt in ein Waldstück. Von den 14 Insassen überlebt nur einer. An Bord waren auch sechs junge Leute, die auf der Jugendmesse "YOU '96" einen Freiflug gewonnen hatten. Unglücksursache war ein riskantes Manöver des erfahrenen Piloten.

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Letzte Änderung: 15.09.1997 00:02 von jp