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Leserbrief

Nobelpreisträger Cohen-Tannoudji:

Vater französischer Laserphysik

Hamburg (dpa) - Claude Cohen-Tannoudji gilt als einer der Väter der französischen Laserphysik. Zudem engagiert er sich stark für die Lehre. "Cohen-Tannoudji hat seit den 60er Jahren hervorragende Arbeit geliefert", sagte Laserphysiker Prof. Gerhard Rempe von der Universität Konstanz. Er habe ein riesiges Werk geschrieben über die gezielte Kontrolle von Teilchen mit Hilfe von Licht, darunter mehrere bedeutende Lehrbücher.

Cohen-Tannoudji setzt laut Rempe eine Tradition fort: Er lernte schon bei Professor Alfred Kastler, dem Physik-Nobelpreisträger von 1966. Der französische Forschungsminister Claude Allegre nannte Cohen- Tannoudjis Ehrung eine "Krönung, die schon von allen erwartet worden war - für Arbeiten außergewöhnlicher Qualität."

Quantum Electronics-Preis

Tannoudji wurde am 1. April 1933 in Constantine in Algerien geboren. 1962 machte er seinen Doktor der Physik an der "Ecole Normale Superieure" in Paris. 1973 wurde er Professor am College de France, was schon als Auszeichnung gilt. Neben vielen anderen Ehrungen erhielt Tannoudji im vergangenen Jahr den Quantum Electronics-Preis der Europäischen Pysikalischen Gesellschaft. Seit 1992 ist er ausländisches Mitglied der Amerikanischen Akademie der Künste und Wissenschaften. Tannoudji lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Paris.

Am Mittwoch würdigte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften die Entwicklung der Methoden, Atome mit Laserlicht zu kühlen und einzufangen. Tannoudji teilt sich den mit 1,7 Millionen Mark dotierten Preis mit den beiden Forschern William D. Phillips und Steven Chu (beide USA).

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Letzte Änderung: 15.10.1997 15:33 von aj