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Leserbrief

  • FC Bayern - Paris St. Germain 5:1
  • Wien - 1860 München 3:0
  • Parma - Borussia Dortmund 1:0
  • Lissabon - Leverkusen 0:2

  • Germinal Ekeren - VfB Stuttgart 0:4 (0:1)

    Torfabrik arbeitet auf Hochtouren

    Ekeren (sid) Die Torfabrik des VfB Stuttgart läuft wieder auf Hochtouren, und schon werden die Ziele beim "Verein für Ballzauber" neu gesteckt. "Ich hoffe, daß wir mindestens das Europacup-Finale erreichen und uns in der Bundesliga für die Champions-League qualifizieren. Wir haben auf dem Platz gezeigt, daß wir dazu in der Lage sind", erklärte Spielmacher Krassimir Balakow nach dem deutlichen 4:0 (1:0)-Erfolg des DFB-Pokalsiegers beim belgischen Titelträger Germinal Ekeren, womit den Schwaben das Viertelfinale im Europapokal der Pokalsieger kaum noch zu nehmen ist.

    Ganz so weit aus dem Fenster lehnen wollte sich Fredi Bobic nicht, allerdings räumte der Nationalspieler ein: "Dieser Wettbewerb ist auf dem ersten Blick einfacher als der Uefa-Cup oder die Champions League, es sind aber noch reichlich gute Gegner im Wettbewerb. Wir stehen so gut wie im Viertelfinale. Sollten wir jetzt noch ein bißchen Losglück haben, dann kann noch einiges passieren." Zumal auch Stuttgarts Sturmduo Fredi Bobic und Jonathan Akpoborie immer besser miteinander harmoniert und Ekerens Abwehr - vor allem in der zweiten Hälfte - durcheinanderwirbelte. Alle vier Treffer gingen auf das Konto von Bobic (44., 63.) und Akpoborie (57., 77.), und die belgische Presse geriet regelrecht ins Schwärmen: "Bobic und Akpoborie tanzten Germinals Abwehr nach Belieben aus", titelte das Grenz-Echo. "Man hat gesehen, daß wir immer besser miteinander harmonieren. Jonny hat auch gemerkt, daß er in Stuttgart kein Einzelkämpfer ist, sondern daß er durch unser Kombinationsspiel viele Chancen bekommt. Darauf hat er sich super eingestellt, und jetzt klappt es für ihn auch besser", sagte Bobic.

    Spielen statt reden

    Bereits in der ersten Runde hatte der Nigerianer, der vor Saisonbeginn für sieben Millionen Mark als Nachfolger von Giovane Elber von Hansa Rostock ins Schwabenland gewechselt war, drei Treffer in den beiden Spielen gegen den isländischen Erstligisten IB Vestmannaeyjar beigesteuert. Doch trotz dieses Aufwärtstrends hob Akpoborie seinen Boykott gegen die Stuttgarter Medienlandschaft, die ihn zu Beginn der Serie in Frage stellte, nicht auf. Auch in den Katakomben des Veltwijkpark-Stadions ließ der 29jährige die Journalistenschar ohne Kommentar stehen.

    Spielen statt reden - nach der vierten Partie mit mindestens drei Toren (5:2 gegen Hamburg, 3:3 in München, 4:1 gegen Berlin) hat der VfB wohl endgültig an die Glanzleistungen der vergangenen Saison angeknüpft. Ekerens Trainer Hermann Hellepütte gestand nach der Pleite ein: "Nach dem 2:0 war ein deutlicher Klassenunterschied zu sehen. Für uns ist der Europacup gelaufen." So sehen es auch die belgischen Medien: "Der Europapokal der Pokalsieger ist für Germinal beendet, das nur noch zum Vergnügen in zwei Wochen nach Stuttgart fährt", schrieb die La Gazette des Sports. Und die Gazet van Antwerpen meinte: "Die Fahrt nach Stuttgart ist überflüssig."
    Torsten Rumpf; Foto: dpa

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    Letzte Änderung: 24.10.1997 15:52 von jp