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Leserbrief

Handball-Bundesliga

Ivanescu: "Es ist wie ein Fluch"

Tusem Essen kämpft ums Überleben - Hoffnungsschimmer in Gummersbach

Neuss (sid) Tusem Essen, in den 80er Jahren dreimal Deutscher Meister, dreimal DHB-Pokalsieger und zweimal Europacupsieger, kämpft in der 21. Saison der Handbll-Bundesliga ums nackte Überleben. Der Traditionsklub aus dem Revier stürzte nach der 24:29-Niederlage beim Euro-City-Cupsieger TuS Nettelstedt und einer "schwarzen Serie" von 0:8 Punkten ans Tabellenende der stärksten Liga der Welt. Ausschlaggend für die prekäre Lage ist die akute Personalnot. "Es ist wie ein Fluch. So eine Verletzungsmisere habe ich in 30 Jahren als Handball-Trainer noch nicht erlebt. Inzwischen habe ich Angst, ans Telefon zu gehen, weil ich befürchte, daß sich wieder ein Spieler verletzt meldet", schildert Petre Ivanescu, sportlicher Leiter des Tusem, die kritische Situation.

Der Ex-Bundestrainer mußte in den letzten Wochen auf sieben Stammspieler verzichten. Bei der erwarteten Niederlage gegen Nettelstedt fehlten Kristof Schargy, Frank Arens, Martin Krautt, Piotr Przybecki und der kroatische Olympiasieger Bruno Gudelj. Stefan Krebietke war erstmals nach Monaten dabei, ging praktisch direkt von der Massagebank auf das Spielfeld. "So viele Ausfälle kann niemand verkraften. Aber ich bin sicher, wenn wir wieder komplett sind, kommen wir da unten raus", sagt Ivanescu, der seinen Optimismus nicht verliert. Gegen die Nettelstedter "Europa-Auswahl" war der Isländer Patrekur Johanesson mit acht Toren bei 15 Versuchen bester Tusem-Werfer. Krebietke feierte mit fünf Toren ein gelungenes Comeback. Für Nettelstedt erzielte Kreisläufer Dirk Beuchler "alle Neune", der Kroate Zoran Mikulic steuerte sieben Treffer bei. Superstar Talant Duschebajew enttäuschte stark und erzielte vor 2.800 Zuschauern nur ein Tor, das letzte von 29.

Dörhöfer rettet Großwallstadt

Rekordmeister VfL Gummersbach gewann das bergische Derby gegen Aufsteiger LTV/WSV Wuppertal mit 32:29, will aber dennoch wegen der dünnen Spielerdecke den Kader verstärken. Als Zugang ist ein Rückraumspieler aus Dänemark im Gespräch. Karsten Kohlhaas warf ebenso wie der Südkoreaner Kyung-shin Yoon acht Tore. Bei Wuppertal setzte sich Olafur Stefansson vor 1.700 Zuschauern am besten in Szene. Andreas Dörhöfer rettete dem TV Großwallstadt zwei Sekunden vor dem Abpfiff mit einem verwandelten Siebenmeter das 22:22 beim TSV Bayer Dormagen. Der Werksklub führte bereits 10:5, erzielte dann 13 Minuten lang kein Tor, lag in der 57. Minute 22:20 in Front und gab am Ende doch noch einen Punkt ab. Nicolai Jacobsen (8/6) für Bayer sowie Jörg Kunze (6/1) für den TVG waren vor 1.000 Besuchern die besten Werfer. Bayer-Torhüter Henning Wiechers war mit 22 Paraden, darunter drei gehaltenen Siebenmetern, der überragende Mann auf dem Parkett. Foto: Archiv

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Letzte Änderung: 26.10.1997 13:00 von jp