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Leserbrief

Scientology betreibt laut Gerichtsurteil Gehirnwäsche

Dokumentation von Urteilen - "Menschenverachtendes Kartell"?

Bonn (AFP) - Im Vorfeld der Demonstration von Scientology-Anhängern in Berlin hat Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) seinen Vorwurf wiederholt, die Organisation sei ein "menschenverachtendes Kartell". Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts Köln von März 1995 ist eine solche Wertung nicht zu beanstanden. Auch andere Vorwürfe gegen Scientology - etwa daß sie keine Kirche, sondern ein Gewerbe sei - sind in Urteilen deutscher Gerichte als berechtigt anerkannt worden. Nachfolgend einige Entscheidungen deutscher Gerichte:

Scientology ist keine Kirche

URTEIL: Die "Scientology Kirche Hamburg e.V." ist keine Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes, sondern eine "Institution zur Vermarktung von Erzeugnissen". Dies entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) am 22. März 1995. Laut Beschluß ist die religiöse Lehre der Bewegung nur ein Vorwand. Das Gericht fand es zudem "ungewöhnlich", daß Scientology eine Religionsgemeinschaft sein wolle, darauf aber in ihrer Eigenwerbung nicht hingewiesen habe. (AZ: BAG: 5 AZB 21/94)

Scientology ist ein Gewerbe

URTEIL: Scientology betreibt mit dem Verkauf von Büchern, Kursen und sogenannten Ergo-Metern ein "Gewerbe", entschied das Bundesverwaltungsgericht im März 1995 in letzter Instanz und bestätigte damit einen entsprechenden Beschluß des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichtes. Eine Klage gegen das Verbot von Straßenwerbung wies das Bundesverfassungsgericht in einem Nichtannahmebeschluß zurück. (AZ: 1 BvR 479/86)

Scientology ist ein "menschenverachtendes Kartell"

URTEIL: Die Charakterisierung von Scientology als "menschenverachtendes Kartell der Unterdrückung" ist nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Köln von März 1995 nicht zu beanstanden. Es wies damit eine Klage gegen Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) zurück, der die Bewegung so bezeichnet hatte. Auch der Vorwurf, Scientology betreibe "Gehirnwäsche", ist laut Urteil vertretbar: Die Organisation ziele mit "Auditing" bei ihren Mitgliedern auf "die Zerstörung bisheriger Werte und die Einimpfung neuer Überzeugungen durch ein Indoktrinationssystem"; dies sei einer Gehirnwäsche ähnlich, heißt es in der Begründung. Zudem darf dem Beschluß zufolge behauptet werden: "Die Rädelsführer von Scientology sind Kriminelle." Diese Behauptung sei auf eine "zutreffende tatsächliche Grundlage gestützt®. (AZ: OVG NW, 5 B 993/95)

Die Methoden von Scientology sind mit der Menschenwürde nicht vereinbar

URTEIL: Die Methoden von Scientology sind laut einem Urteil des baden-württembergischen Gerichtshofes mit der Menschenwürde und dem Menschenbild des Grundgesetzes nicht vereinbar. Zudem vertrete die Organisation menschenverachtende Anschauungen; sie stünden im Widerspruch zu den freiheitlichen und demokratischen Werten westlicher Demokratien, hieß es in der Entscheidung der Stuttgarter Richter im Oktober 1996 zu einer Klage des amerikanischen Jazz-Musikers und Scientologen Chick Corea. (AZ: 10 S 176/96)

Scientology ist intolerant

URTEIL: Das Oberverwaltungsgericht Münster untersagte im Oktober 1994 Scientolgy die Einstellung von Lehrlingen wegen der Gefahr der Intoleranz und der Beeinflussung der Auszubildenden durch die Ausbilder. (AZ: 23 B 2878/93)

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Letzte Änderung: 27.10.1997 15:40 von aj