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. . . VW und BMW wollen Rolls-Royce

VW-Chef Piech.
Die in Düsseldorf erscheinende Tageszeitung "Handelsblatt" berichtete am Freitag, daß der VW-Konzern Rolls-Royce übernehmen werde. VW sei aus dem Rennen um die Nobelmarke als Sieger hervorgegangen. "Wir sind amüsiert über diese Berichte", sagte der Vickers-Sprecher.

VW hatte am Donnerstag im Zusammenhang mit seiner geplanten Kapitalerhöhung der Börse mitgeteilt: "Aufgrund jüngster Entwicklungen auf dem Weltmarkt schließt Volkswagen einen Erwerb und/oder eine Beteiligung im Kerngeschäft nicht mehr aus." Nach dpa- Informationen ist auch eine kostengünstigere Beteiligung oder Kooperation denkbar, etwa der gemeinsame Bau eines neuen Luxusmodells, für das VW seinen neu entwickelten Zwölfzylindermotor liefert. Seit längerem ist hinter den Kulissen auch ein Ausbau der VW-Aktivitäten im Bereich der Nutzfahrzeuge im Gespräch.

Wettbewerb könnte den Kaufpreis in die Höhe treiben

Auch Bankanalysten sehen Berichte über eine Entscheidung beim Verkauf von Rolls-Royce für angeblich 1,5 Milliarden DM als verfrüht an. Neben den deutschen Konzernen wurde auch den US-Konzernen General Motors, Chrysler sowie Toyota (Japan) ein Interesse an dem Luxuswagenhersteller nachgesagt, der in den ersten neun Monaten 1997 rund 1.400 Fahrzeuge verkaufte. Ein Wettbewerb zwischen BMW und VW um die Rolls-Royce-Übernahme könnte den Kaufpreis in die Höhe treiben, heißt es.

Der BMW-Konzern hatte sich bereits vor Tagen als "bester Käufer" bezeichnet und damit gedroht, die geplanten Motorenlieferungen für künftige Modelle von Rolls-Royce zu stoppen, wenn der britische Luxuswagenhersteller in fremde Hände fällt. Ein BMW-Sprecher bekräftigte, daß der Münchner Konzern, zu dem bereits die britsche Tochtergesellschaft Rover gehört, noch nicht aus dem Wettbewerb sei. Zur Frage, ob BMW bei einer Übernahme von Rolls-Royce durch VW die vereinbarten Motorenlieferungen für künftige Rolls-Royce und Bentley- Modelle stoppen würde, wiederholte der BMW-Sprecher die frühere Aussage über die Möglichkeit der Vertragskündigung. BMW liefert schon bisher zahlreiche Komponenten an Rolls-Royce.

Vickers: Verkaufsprozeß dauert "eher Monate als Wochen"

Bisher habe Rolls-Royce-Eigentümer Vickers, so der Sprecher in London, noch nicht einmal den erforderlichen Verkaufsprospekt für Rolls-Royce verschickt. Er unterstrich, daß der Verkaufsprozeß."eher Monate als Wochen" dauern wird. "Bis dahin wird es viele Signale dafür geben, daß sich die Dinge bewegen", sagte Boxer. "Uns ist bekannt, daß Volkswagen ein Interesse gezeigt hat. Aber es wäre völlig falsch davon auszugehen, daß es Favoriten gibt." Für Entscheidungen sei es noch viel zu früh. Archivfoto: Reuters
Letzte Änderung: 14.11.1997 13:25 von aj
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