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Baby überlebte Blutbad in Österreich

Amokläufer tötete sieben Menschen

Salzburg (dpa) - Ein 36 Jahre alter Österreicher hat in der Nacht zum Freitag in der Fremden- verkehrsgemeinde Mauterndorf (Bundesland Salzburg) ein Blutbad angerichtet und sechs Menschen erschossen.

Der Mechaniker, der als ausgezeichneter Sport- schütze galt und einen Waffenschein besaß, richtete sich anschließend selbst.

Motiv bislang unklar

Ein acht Monate altes Baby überlebte die Tragödie. Das Motiv des Amoklaufes blieb zunächst unklar. Spekulationen reichten von finanziellen Schwierigkeiten bis Eifersucht.

Der Täter hatte zunächst - offensichtlich bereits am Donnerstag abend - im Nachbarhaus ein beim Fernsehen sitzendes Paar und dessen dreijährige Tochter getötet. Bei der Frau soll es sich um die frühere Partnerin des Amokschützen gehandelt haben. Das zweite Kind des Paares, ein acht Monate altes Mädchen, überlebte die Bluttat in einem Nachbarzimmer.

Grausiges Bild für die Beamten

Die Polizei wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur APA am Freitag morgen auf die Mordserie aufmerksam, als zunächst die Leiche des Mauterndorfer Schuldirektors und Vizebürgermeisters entdeckt worden war, der den Täter früher unterrichtet haben soll. Wann der Sportschütze den Pädagogen umgebracht hat, war unklar. Im Zuge der weiteren Ermittlungen fand die Polizei die Leichen im Nachbarhaus. Der als unauffälliger Sonderling beschriebene Täter flüchtete daraufhin wild schießend vor der Polizei. Dabei wurden zwei weitere Dorfbewohner tödlich getroffen.

Der Ferienort Mauterndorf, rund 100 Kilometer südöstlich der Stadt Salzburg gelegen, zählt etwa 1.600 Einwohner. Der Bürgermeister ließ nach Bekanntwerden der Bluttat die schwarze Flagge aufziehen. Grafik: Indexfunk

Letzte Änderung: 21.11.1997 16:54 von ar
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