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. . . Keine Medaillen, nur Niederlagen

Ute Wetzig und und Anke Piper

Selbst die Springer konnten am Freitag nichts reißen. Ute Wetzig (Leipzig) und Anke Piper (Berlin) waren im Synchronspringen vom Turm nur zwei Durchgänge lang auf Medaillenkurs. Über Platz fünf waren die Europameisterinnen am Ende arg enttäuscht. "Schade, schade", sagte Bundestrainerin Ursula Klinger, "das war nichts heute. So schlecht habe ich die beiden selten gesehen."

"Das ist schlapp"

Mit einer Riesenwut im Bauch trat Männer-Bundestrainer Manfred Thiesmann am Freitag den Weg zurück ins Mannschaftshotel an. Der 20jährige Neusser Thomas Rupprath hatte ihm die Laune gründlich verdorben. Mit schwachen 54,60 Sekunden hatte sich der Schüler als Vorlauf-15. nur knapp für das B-Finale qualifiziert. Am Abend setzte er noch einen drauf: 54,95 Sekunden - Achter und letzter im B-Finale. Das war am Ende Platz 16. "Das ist schlapp", urteilte Thiesmann. Er konnte es nicht fassen: "Anstatt mal zu zeigen, daß sie sich morgens vertan haben. Aber...Scheiße." Jens Kruppa aus Leipzig hatte sich schon im Vorlauf als 29. verabschiedet. Fazit Thiesmann: "Wir tun uns schwer mit dieser blöden Saison."

Platz vier für die Damen-Staffel

Freude wollte an diesem Tag auch bei Frauen-Bundestrainer Achim Jedamsky nicht aufkommen. "Es war nicht mehr drin", mußte er nach Platz vier von Sandra Völker (Hamburg), Sylvia Gerasch (Berlin), Katrin Jäke (Leipzig) und Katrin Meißner (Berlin) in 4:08,90 Minuten hinter Weltmeister USA (4:01,93), Australien (4:05,12) und Japan (4:06,27) über 4 x 100 m Lagen feststellen. Das Quartett ging an Land wieder eigene Wege. Sylvia Gerasch übte deutliche Kritik: "Das richtige Feeling kam in unserer Staffel leider nicht auf." Sie sprach von "Hickhack bei der Nominierung" und meinte: "Da blieb überhaupt keine Zeit, sich richtig zusammenzuraufen."

Katrin Jäke war enttäuscht: "Jetzt bin ich schon mal in einer Staffel drin, und dann werden wir Vierter. Wir sind fast in der Welle der Australier ertrunken." Sandra Völker hatte "ein bißchen Probleme" und war "ein bißchen enttäuscht". Sie wirkte total frustriert. "Ich glaube, daß mir die anderen Rennen noch in den Knochen gesteckt haben."

Chinesischer Doppelsieg

Teamkolleginnen und gute Freundinnen: Yanyan Wu und Yan Chen.
Über 200 m Lagen enttäuschte die Leipzigerin Sabine Herbst als 27. der Vorläufe. Nicole Hetzer aus Burghausen ging im B-Finale in 2:18,29 Minuten unter, nachdem sie im Vorlauf noch 2:16,96 Minuten vorgelegt hatte. Für einen chinesischen Doppelsieg sorgten Yanyan Wu (2:10,88) und Yan Chen (2:13,66). Das Publikum feierte bei der Siegerehrung demonstrativ mit großem Applaus die drittplazierte Slowakin Martina Moravcova (2:14,26) - nicht nur, weil sie ihren 22. Geburtstag hatte. Eine Reaktion auf die chinesischen Doping-Fälle der vergangenen Tage.

Michael Klim

Siegeszug: "Mister Perth"

Unterdessen setzte "Mister Perth" Michael Klim seinen Siegeszug mit dem dritten WM-Gold und dem zweiten Einzeltitel fort. In 52,25 Sekunden über 100 m Schmetterling verfehlte der in Polen geborene 20jährige Australier seinen eigenen Weltrekord nur um eine Zehntelsekunde. Bei 50 m war er noch klar auf Rekordkurs.

Zwei Gold- Chancen hat der Publikumsliebling im Challenge Stadium noch. Den Titel über 200 m Brust der Männer gewann in 2:13,40 Minuten der Amerikaner Kurt Grote. Von Richard Janssen und Ralf Jarkowski

Letzte Änderung: 16.01.1998 15:11 von aj
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