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Maskottchen unterstreichen Naganos Wunsch:

Grüne Spiele

Hamburg (dpa) - Das Paar Eßstäbchen mit den olympischen Maskottchen Sukki, Nokki, Lekki und Tukki kostet laut offiziellem Katalog 6,30 Mark. Kinder können das Quartett im Internet malen oder sogar am PC mit Sukki Eishockey spielen. Die fröhlichen Vier sind stilisierte Eulen, deren Namen vor fünf Jahren aus insgesamt 47 484 Zuschriften ausgewählt wurden. Zusammen sollen sie als die "Snowlets" (Schneemännchen) die Winterspiele vom 7. bis 22. Februar in Nagano um die Erdkugel tragen. In Nagano selbst werden sie wohl zum begehrten Souvenier der Gäste aus aller Welt, sei es als Plüschtier oder als Stäbchen.

Die Snowlets symbolisieren sowohl den olympischen Vierjahreszyklus als auch die japanische Vision des Großereignisses: "Spiele vom Herzen" im Einklang mit der Natur. Zudem besteht eine Verbindung zur olympischen Wiege in Griechenland, da Eulen in der Antike als Helfer von Athene, der Göttin der Weisheit, hoch im Kurs standen. Als "Weisheit vom Walde" gelten sie noch heute.

Zyniker könnten angesichts von gefällten Bäume, Betontrassen und des frustrierenden Streites um den Startpunkt der Herrenabfahrt auf die Idee kommen, die Wahl der Snowlets wäre wie Eulen nach Athen tragen. Aber den Japanern ist der Umweltschutz durchaus ernst, nicht zuletzt aufgrund des starken Drucks von 28 Umweltorganisationen. Seltene Gräser sind verlegt worden und in die Abfahrtsstrecke wurde ein Sprung eingebaut, um ein Stück Piste mit seltenen Pflanzen besonders zu schützen.

Weltumfassende Reichweite der sportlichen Wettkämpfe

Das Thema Umweltschutz beherrscht auch das Olympische Emblem, das einer sechsblättrigen alpine Blume ähnelt und offiziell auch Snowflower (Schneeblume) heißt. Die Organisatoren betonen, dies sei ein weiterer Beleg dafür, "daß für Nagano Umweltbewußtsein wichtig ist."

Die Schneeblume steht laut Organisationskommittee aber auch für die weltumfassende Reichweite der sportlichen Wettkämpfe und für sechs dynamische Sportler. Ihr ultimatives Ziel ist eine der 68 Goldmedaillen, auf denen sich die Schneeblume auch wiederfindet. Die Medaillen tragen der landesweit anerkannten örtlichen Lackierkunst Rechnung und verbinden diese mit Emaillierung und Gravur. Das Design beinhaltet neben der Schneeblume eine Ansicht von Japan und Nagano. Wie es die Olympische Charta verlangt, haben sie einen Durchmesser von mindestens sechs Zentimetern und eine Stärke von drei Millimetern. Gold- und Silbermedaille bestehen aus mindestens 925er Silber. Die Medaille des Olympiasieger ist zudem mit sechs Gramm reinem Gold vergoldet. John Bagratuni

Letzte Änderung: 04.02.1998 17:40 von jp
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