IVWPixel Zählpixel

Alba Berlin bezwingt Bacelona

Dank Karassew im Achtelfinale

Berlin (dpa) - Der deutsche Basketballmeister Alba Berlin hat ein wichtiges Teilziel erreicht. Mit einem hartumkämpften 81:78-Erfolg über den FC Barcelona haben die Berliner am Donnerstag abend vorzeitig die Europaliga-Play-Offs erreicht. Gleichzeitig sicherten sich die "Albatrosse" das Europaliga-Startrecht für die kommende Saison. Garant für den achten Sieg im 15. Spiel war Spielmacher Wassili Karassew. Der russische Nationalspieler ließ durch die hautenge Beschattung von Barcelonas Superstar Aleksandar Djordjevic den gegnerischen Angriff kaum zur Entfaltung kommen. "Wassili hat sein bestes Spiel für Alba gemacht, seit er in Berlin ist", lobte Alba-Trainer Svetislav Pesic den 1,94 m großen Aufbauspieler.

Karassew wich Djordjevic nicht von der Seite. . . Foto: AP  

Pesic war überglücklich, daß der Neuzugang sich nicht nur auf sein individuelles Angriffsspiel beschränkte. "Wir können uns in der Defense auf Karassew verlassen." Der vor der Saison aus Istanbul gekommene Russe hatte im Duell mit Djordjevic die Taktik seines Trainers beherzigt. Pesic wollte nicht, daß Djordjevic nach einem Paßspiel den Ball in einer besseren Wurfposition zurückgespielt bekommt. "Wenn Djordjevic Freiheit auf dem Spielfeld bekommt, dann spielt er Walzer, aber nicht Basketball", so der Berliner Coach.

Karassew hielt sich an die - laut Pesic - "nicht einfache Aufgabe". Im zweiten Spielabschnitt konnte Djordjevic gerade zwei Punkte auf seinem Konto gutschreiben. Trotz der harten Deckungsarbeit war der 26jährige zugleich Kopf einer homogenen Berliner Mannschaft. "Alba lebt von Karassew. Er sieht die Nebenleute und ist immer da, wo er gebraucht wird. Das kostet viel Kraft", analysiert Pesic die Stärken seines Schützlings.

"Manchmal spiele ich gute Defense, manchmal nicht"

Karassew selbst sieht seine Leistung differenzierter. "Manchmal spiele ich gut in der Defense, manchmal kann ich es nicht. Heute hat mir das ganze Team geholfen", verteilt er das Lob auf mehrere Schultern. Seine konstanten Leistungsteigerungen sieht er in der Integration beim Deutschen Meisters: "Nach sechs, sieben Monaten spiele ich mit Seele für das Team. Vorher war es nur ein Job."

 . . . und rang ihn nieder. Foto: dpa

Mittlerweile hat sich Karassew so gut in Berlin eingelebt, daß eine Vertragsverlängerung gute Chancen besitzt. "Ich habe zwar noch nicht mit dem Manager gesprochen, aber es gibt nur zwei Orte, an denen ich demnächst spielen werde. Das sind Moskau oder Berlin." Eine Rückkehr in die Türkei, wo er eine unglückliche Saison erlebte, schließt Karassew aus. Auch den Wechsel in zahlungskräftigere Länder stehen für den Nationalspieler nicht zur Debatte. "Egal ob Griechenland oder Spanien. Das ist wie in der Türkei." Auch die nordamerikanische Profiliga NBA reizt Karassew nicht. "Viele Europäer haben es versucht und sind nach sechs Monaten wieder heimgekehrt."

Am kommenden Donnerstag trifft Karassew auf den nächsten Heimkehrer aus der NBA. Dann muß im letzten Gruppenspiel Predrag Danilovic im Team von Kinder Bologna bezwungen werden, um den zweiten Platz zu sichern. Dieser Rang würde im Achtelfinale Heimrecht in einem möglichen dritten Spiel bedeuten.
Tomas Flehmer

Letzte Änderung: 13.02.1998 11:46 von jp
Navigations-Seite: RZ-Online auf einen Blick Alles zur Fußball-Bundesliga Alles zur Formel 1 Aktuelle Agenturmeldungen zum Sport Leserbrief schreiben Zur Homepage Sport-Homepage von RZ-Online Navigations-Seite: Alles auf einen Blick Zum Anfang dieser Seite und zu weiteren Links Leserbrief schreiben Zur Homepage