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Eishockey-Turnier der "Dream Teams"

Schweden schockt Favorit USA

Mühelose Siege für Kanada und Rußland

Nagano (sid) Mit einem Paukenschlag durch den WM-Zweiten Schweden sowie den erwarteten Favoritensiegen von Weltmeister Kanada und Rekord-Titelträger Rußland startete das olympische Eishockey-Turnier in die Endphase. Am ersten Finalrunden-Spieltag der "Dream Teams" sorgte der nur als Geheimfavorit gehandelte Lillehammer-Olympiasieger Schweden mit einem 4:2 (1:2, 2:0, 1:0) gegen Goldfavorit und Worldcup-Sieger USA für die erste große Überraschung. Im zweiten Gruppenspiel dominierte die russische "Sbornaja" 9:2 (2:1, 5:0, 2:1) gegen Olympia-Neuling Kasachstan.

In der Gruppe 2 begann der fünfmalige Olympiasieger Kanada mit einem 5:0 (2:0, 2:0, 1:0) über Deutschland-Bezwinger Weißrußland. Im Duell zweier Ex-Weltmeister setzte sich Tschechien gegen Finnland 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) durch. Vor 10.400 Zuschauern in der erstmals ausverkauften Eishalle "Big Hat" erwischten die Amerikaner einen Traumstart und gingen in einer packenden Begegnung in der zwölften Minute durch Kapitän Chris Chelios in Führung. Rund eine Minute später nutzten die Schweden die erste Strafzeit gegen den zweimaligen Olympiasieger und kamen durch Daniel Alfredsson zum 1:1.

Hegen: "Das ist eine andere Welt"

Nur 24 Sekunden nach dem Ausgleich ging das US-Team von Trainer Ron Wilson erneut in Front, als Mike Modano Schwedens Goalie Tommy Salo zum zweiten Mal überraschte. Im Mittelabschnitt legten die Schweden endgültig die Scheu vor dem Gegner ab und trieben die Amerikaner nach Treffern von Patrik Kjellberg und wiederum Alfredsson zur Verzweiflung. Zum Schluß erhöhte Mats Sundin sogar auf 4:2. "Das ist eine andere Welt, fast schon Eishockey vom anderen Stern", schwärmte nicht nur Deutschlands Kapitän Dieter Hegen auf der Tribüne.

Ein standesgemäßes Geschenk machten die Dollar-Millionäre aus Kanada ihrem Coach Marc Crawford am Freitag zum 37. Geburtstag. Schon nach zwei Dritteln war der Grundstein zum Sieg durch Tore von Theoren Fleury (8.), Raymond Bourque (15.), Al Macinnis (25.) und Eric Lindros (38.) gelegt. Superstar Lindros, der wie sein Teamkollege Wayne Gretzky von den zahlreichen kanadischen Fans frenetisch gefeiert wurde, gelang in der 54. Minute noch der Treffer zum 5:0-Endstand für die nur mit "halber Kraft" spielenden Kanadier.

Russen mühelos

Die WM-Schlappe von 1997 mit dem vierten Platz in Helsinki ließen die Russen in Nagano schnell vergessen. Der achtmalige Olympiasieger mußte nach dem Führungstreffer von Sergej Fedorow (2.) zwar postwendend den Ausgleich durch Erian Sagymbayew hinnehmen, zog dann aber durch jeweils zwei Treffer von Alexej Jaschin (9., 21.), Walerj Bure (28., 33.) und Andrej Kowalenko (33., 46.) sowie einem Tor von German Titow (39.) schnell auf 8:1 davon. Im Schlußdrittel trug sich noch Walerj Zelepukin (56.) in die Torjägerliste ein. Für die Kasachen konnte Jewgeny Koreschkow (58.) noch einmal verkürzen.

Einen optimalen Start erwischte Tschechien gegen Finnland, den Olympiadritten von Lillehammer. Vor 6.000 Besuchern im ebenfalls ausverkauften Aqua Wing brachte Pavel Patera den lediglich als Außenseiter ins Turnier gestarteten Weltmeister von 1996 nach einer halben Stunde in Führung. Im Schlußabschnitt machten Robert Reichel und Vladimir Ruzicka alles klar für die Mannschaft des ehemaligen deutschen Bundestrainers Dr. Ludek Bukac. Die USA bestreiten ihr nächstes Vorrundenspiel am Samstag gegen Weißrußland, Schweden gegen Kanada. Am Sonntag kommt es in der Gruppe 2 zu den Begegnungen Finnland gegen Rußland und Tschechien gegen Kasachstan. Jürgen Zelustek; Foto: AP

Letzte Änderung: 13.02.1998 16:14 von jp
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