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. . . "Mehr kann man nicht gewinnen"

Als erster Franzose seit Jean-Claude Killy 1968 gewann Jean-Luc Cretier (Foto) Gold in der Abfahrt. Sieger der alpinen Kombination wurde der Österreicher Mario Reiter. In beiden Wettbewerben fuhr der Norweger Lasse Kjus als Zweiter zu Silber. Cretier, dem in seiner Karriere noch kein Weltcupsieg gelungen war, drückte dem von spektakulären Stürzen und zahlreichen Unterbrechungen geprägten olympischen Abfahrtsrennen seinen Stempel auf. Bei frühlingshaften Temperaturen von 15 Grad im Zielraum nutzte der Franzose den Vorteil der frühen Startnummer und gewann vor dem Norweger Lasse Kjus und Hannes Trinkl, der als Dritter ein Debakel für die erfolgsverwöhnten Österreicher verhinderte. Der Österreicher Hermann Maier, als Seriensieger dieser Saison zuvor als klarer Favorit gehandelt, mußte seine Medaillenhoffnungen nach einem schweren Sturz begraben, bei dem er sich Schulter- und Knieprellungen zuzog. Das Mißgeschick in der S-Kurve nach dem zweiten Sprung kostete den Weltcup-Führenden anschließend die Teilnahme an der Kombinations- Abfahrt.

In der alpinen Kombination schnappte der Österreicher Mario Reiter Lasse Kjus das zweite Olympia-Gold nach Lillehammer vor der Nase weg. Der 27jährige Vorarlberger verteidigte in der Abfahrt überraschend seine Führung aus dem Slalom vom Dienstag und holte die erste Goldmedaille für die rot-weiß-roten Ski-Asse in Nagano. Zwei Stunden nach seinem zweiten Platz in der Spezial-Abfahrt mußte sich der Norweger erneut mit Silber zufriedengeben. Die Bronzemedaille sicherte sich auf der durch die Sonneneinstrahlung immer weicher werdenden Piste der Österreicher Christian Mayer.

Seizinger Schnellste im Training

Der Norweger Bjarte Engen Vik hat mit einem souveränen Sieg im Springen den Grundstein für den Olympiasieg in der Nordischen Kombination gelegt. Der WM-Zweite geht am (morgigen) Samstag mit einem Vorsprung von 36 Sekunden vor dem Russen Waleri Stoljarow zum 15 km-Langlauf in die Loipe. Als bester deutscher Kombinierer landete der Winterberger Jens Deimel auf Platz zehn. Für die deutschen Eisschnellauf-Damen lief am ersten Tag der olympischen 500 m- Entscheidung nicht alles wunschgemäß. Als beste des Quartetts belegte Franziska Schenk aus Erfurt in 38,88 Sekunden den fünften Platz. Die Führung übernahm erwartungsgemäß Weltrekordlerin Catriona LeMay-Doan aus Kanada in 38,39 Sekunden.

Olympiasieger Schweden und der WM-Dritte Tschechien sind erfolgreich in die Finalrunde des olympischen Eishockey-Turniers gestartet. Das "Drei-Kronen-Team" besiegte zum Auftakt des Festivals der NHL-Stars die Mannschaft der USA mit 4:2. Im zweiten Spiel behielten die Tschechen mit 3:0 die Oberhand über Finnland. Katja Seizinger war am Freitag Schnellste im zweiten Trainingslauf für die Olympia-Abfahrt der alpinen Skirennläuferinnen. Die Olympiasiegerin von 1994 in Lillehammer lag vor der Österreicherin Renate Götschl und Pernilla Wiberg aus Schweden. Für einen anderen deutschen Skiläufer ist Olympia bereits beendet, bevor es begonnen hat. Slalom-Spezialist Alois Vogl aus Lohberg erlitt bei einem Trainingssturz eine Stauchungsfraktur und trägt den Arm in Gips. Jörg Obergethmann

Letzte Änderung: 13.02.1998 14:33 von jp
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