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Neues vom Tennis:

Kiefer vom Winde verweht

Neuer Graf-Sponsor - Stich wird ÖTV-Sportdirektor

Hamburg (dpa) - Die deutschen Tennis-Altstars schwimmen weiter obenauf, Youngster Nicolas Kiefer dagegen ging sang- und klanglos unter. Während der weltranglistenbeste deutsche Spieler aus Halle/Westfalen beim Tennis-Turnier in Dubai am Freitag gegen Wayne Ferreira (Südafrika) sein Viertelfinale mit 3:6, 2:6 verlor, angelte sich die um ihr Comeback kämpfende Steffi Graf einen neuen Sponsor. Und: Der in Salzburg lebende Tennis-Renter Michael Stich zappelte am Haken des österreichischen Verbandes (ÖTV). In seiner Wahlheimat soll der 29jährige Sportdirektor werden. "Die Sache ist mehr oder minder fix, es geht nur noch um die Klärung von Detailfragen", sagte ÖTV- Generalsekretär Peter Nader. "Stich ist dann bei dann bei uns etwas Ähnliches wie Becker in Deutschland."

Der 30 Jahre alte Becker flog nach seiner Dubai-Absage wegen einer Bauchmuskelzerrung umgehend zur Behandlung nach München - und zum Rollentausch. Die kommenden Tage ist der Spieler Becker wieder ganz DTB-Teamchef. Die Vorbereitungen auf die erste Daviscup-Partie unter der Regie des Dreigestirns Becker, Kapitän Carl-Uwe Steeb und Trainer Stefan Schaffelhuber laufen auf vollen Touren. Schon am Dienstag wird am Spielort Bremen die Werbetrommel für die Auftaktpartie gegen Südafrika (3. bis 5. April) gerührt.

Wie schwer die Aufgabe werden wird, demonstrierte der Weltranglisten-51. Ferreira mit seinem souveränen Erfolg in gerade einmal 53 Minuten über den 25 Plätze besser eingestuften Kiefer (Foto). "In Bremen", gab sich der 20 Jahre alte Kiefer trotzdem optimistisch, "wird in der Halle gespielt; da sieht es ganz anders aus. Bei so viel Wind habe ich noch nie gespielt."

Spielt Steffi in Hannover?

Nicht leicht wird die neue Aufgabe auch für Stich. Falls der Vertrag unterschrieben wird, darf der Elmshorner als Deutscher im Auftaktspiel gegen Israel nicht auf der österreichischen Bank sitzen. Der ehemalige Weltranglisten-Zweite soll dem ÖTV 15 Wochen im Jahr zur Verfügung stehen und als Leitgeb-Nachfolger die Koordination der sportlichen Belange übernehmen. Stich wäre liebend auch gern für den Deutschen Tennis-Bund (DTB) tätig geworden, doch er war von Becker abserviert worden.

Für Steffi Graf dagegen steht erst einmal die Rückkehr auf den Platz im Vordergrund. Noch allerdings steht ein großes Fragezeichen hinter dem Auftritt der Brühlerin in der nächsten Woche beim Turnier in Hannover. "Die Entscheidung wird erst am Sonntag fallen", kündigte Turnierdirektor Ed Peter an. Die im Juni am Knie operierte 28jährige kuriert momentan ihre Oberschenkelzerrung, die sie sich am Sonntag beim Training in Paris zugezogen hatte, aus. Selbst im "Krankenstand" ist die ehemalige Weltranglisten-Erste eine begehrte Partnerin: Die Brühlerin unterschrieb unlängst den dritten neuen Werbevertrag in nur zwei Monaten. Schon bald wird sie in einer TV-Kampagne den neuen "Snack" eines schleswig-holsteinischen Nahrungsmittelherstellers probieren.

Letzte Änderung: 13.02.1998 16:34 von jp
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