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. . . Notebooks und digitale Kameras

Abgespeckt: Computer-Monitore werden immer flacher.

Etwas kräftigere Unterarme verlangt das 4,2 Kilogramm schwere Notebook CF-63 von Panasonic. Dafür ist es nach Angaben des Herstellers das erste Notebook mit eingebautem DVD-Player. So wird das CF-63 zum tragbaren Kino für DVD-Videofilme. Speziell für die Tragbaren mit den zunehmenden multimedialen Funktionen hat der Chiphersteller Intel einen besonders stromsparenden, 233 Megahertz (MHz) schnellen Chip für Notebooks entwickelt.

Trend zu Leichtgewichten

Der Trend zu den Leichtgewichten zeigt sich dagegen deutlich bei den allerkleinsten Computern: Rechner so groß wie die Handfläche - auf der CeBIT '98 dürften die Mini-PCs im Mittelpunkt des Interesses stehen. Zuvor bestimmte jahrelang die Jagd nach immer schnelleren Prozessoren und speicherstarken Festplatten das Thema Hardware auf der weltgrößten Computermesse in Hannover. Doch jetzt hat der Erfolg des erst im vergangenen Jahr vorgestellten PalmPilot von US-Robotics auch andere Hersteller mobilisiert.

So haben etwa Compaq, Sharp, Casio, Hewlett Packard und Philips Mini-PCs im Angebot. Wie beim PalmPilot wird dabei immer häufiger zugunsten eines großflächigen Displays auf die Tastatur verzichtet. Die Dateneingabe erfolgt über Displays, die auf Berührung reagieren und Schrifterkennungsprogramme.

Mini-PCs

Je nach Hersteller arbeiteten die meisten Mini-PCs bisher mit eigenständigen Betriebssystemen. Das könnte sich jetzt ändern. Denn die Mehrzahl der neu auf den Markt kommenden Modelle wird von einer speziell für diese Rechnerkategorie entwickelten Version des Microsoft Betriebsystems Windows mit dem Namen Windows CE gesteuert.

Je nach Ausstattung lassen sich die Bonsai-Rechner mit dem Mobiltelefon verbinden, so daß von unterwegs Faxe oder E-Mails verschickt werden können. Die Sharp HC 4000G-Serie läßt sich wahlweise mit einem Objektiv ausstatten und wird so zur digitalen Kamera. Von Philips kommt der Handheld-PC "Nino", der zusätzlich über eine Spracherkennung für Adressen und Telefonnummern verfügt. Der PC-Hersteller Compaq zeigt seine neue Rechnerserie "Companion" mit integriertem Modem, Schwarz-Weiß-Display mit 640 mal 240 Pixeln, eingebautem Mikrofon und Infrarotschnittstelle zum Datenaustausch mit dem PC.

Geschwindigkeitsrausch geht weiter

Bei den stationären Systemen geht der Geschwindigkeitsrausch unverändert weiter. Im Privatanwenderbereich liegt die Latte derzeit beim 333 MHz schnellen Pentium II von Intel, wobei Konkurrent AMD mit niedrigen Preisen und dem nur wenig langsameren 266 MHz schnellen K6 weiter eine Alternative bietet.

Bei den sogenannten Peripheriegeräten zeichnet sich besonders bei Monitoren ein Richtungswechsel ab. Vor Jahresfrist noch kaum bezahlbar, sinken die Preise für die leichten, flachen LCD-Displays spürbar. In zwei bis drei Jahren dürften sich auch zunehmend Privatanwender für die eleganten Bildschirme entscheiden.

Externe Speichermedien: Hart umkämpfter Markt

Der Rechner reagiert auf Zuruf: Die Spracherkennung für Computer gilt als zukunftsträchtige Technik

So wiegt beispielsweise das Multimedia ViewPanel VPA 138 von ViewSonic nur 5,5 Kilo und damit nur rund ein Viertel vergleichbarer Röhrenmonitore. Bei einer Bilddiagonale von 35 Zentimetern ist der Aktivmatrix-Bildschirm nur 17 Zentimeter tief, verfügt über zwei eingebaute Lautsprecher und kostet derzeit rund 4500 Mark. Ob Sony, Philips, Siemens oder Iliyama, alle großen Monitorhersteller werden auf der Cebit Flachbildschirme zeigen, wobei die untere Preisgrenze derzeit bei rund 3000 Mark liegt.

Wenig Neues wird es bei Druckern und Scannern geben. Hart umkämpft ist dagegen der Markt für externe Speichermedien. So zeichnet sich noch keine Einigung bei einem übergreifenden Standard für wiederbespielbare DVDs ab. In diesem Bereich buhlt ein Hersteller-Konsortium aus Philips, Hewlett Packard und Yamaha gegen eine Allianz von Toshiba und Panasonic um Kunden.

Bildqualität auf dem Vormarsch

Dafür wird das Angebot an Digitalen-Photokameras immer größer. Mit Auflösungen von 1280 mal 960 Bildpunkten, wie bei der ePhoto 1280 von Agfa, erreichen die digitalen Apparate allmählich die Bildqualität von herkömmlichen Kameras. Wenig Spektakuläres haben die Softwareproduzenten zu bieten. Zwar dürfte die Vorabpräsentation von Microsofts neuem Betriebssystem Windows 98 viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber ob die neue Software wie geplant in diesem Jahr auf den Markt kommt, ist nicht sicher.

Wer sich dagegen seit Jahren mit zwei Fingern auf der Tastatur abplagt, sollte vor allem die Stände von IBM, Dragon Systems oder Philips aufsuchen. Die Entwicklung von Spracherkennungssoftware hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht, so daß Computerbenutzung wie im Raumschiff Enterprise in greifbare Nähe gerückt ist. Von Stefan Michalk, Fotos: dpa

Letzte Änderung: 16.02.1998 15:58 von aj
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