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  • Geldübergabe ist für Erpresser gefährlich
  • Daimler-Erpresser festgenommen

    Polizei schnappt mutmaßlichen Täter bei Geldübergabe

    Stuttgart (dpa) - Die Stuttgarter Polizei hat einen Mann festgenommen, der den Daimler-Benz-Konzern erpreßt haben soll. Der 46jährige aus einer Gemeinde bei Kirchheim/Teck in Baden-Württemberg ging der Polizei bei der Geldübergabe ins Netz. Er sitzt in Stuttgart-Stammheim in Untersuchungshaft. Der Erpresser hatte eine Millionensumme gefordert und gedroht, Mercedes-Fahrer zu erschießen, falls der Konzern nicht auf seine Forderungen eingehe. Die Hintergründe der Erpressung waren zunächst nicht bekannt.

    Den Angaben zufolge meldete sich der Erpresser am 28. Januar zum ersten Mal bei dem Stuttgarter Konzern. In einem Schreiben forderte er die Zahlung von mehreren Millionen Mark. Außerdem solle ein Hubschrauber bereitgestellt werden. Ferner verlangte der Erpresser, der Konzern solle mit einer Anzeige in einer Stuttgarter Tageszeitung signalisieren, daß er auf die Forderungen des Unbekannten eingehe.

    Nach Angaben der Polizei meldete sich der Erpresser am vergangenen Samstag gegen 18.00 Uhr telefonisch bei dem Konzern, nachdem dieser die geforderte Anzeige aufgegeben hatte. Für die Geldübergabe habe der Erpresser einen Ort bei einem Segelflugplatz bei Kirchheim/Teck angegeben. Dieser Flugplatz sollte von dem Hubschrauber angeflogen werden. Der 46jährige wurde nach Polizeiangaben am Samstag abend gegen 19.00 Uhr in unmittelbarer Nähe des vom Erpresser genannten Platzes für die Geldübergabe festgenommen. Er hatte eine Waffe bei sich.

    Sofort die Polizei eingeschaltet

    Bis Montag habe der gelernte Werkzeugmacher keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht, hieß es. Der verheiratete Mann, der in einem Druckbetrieb arbeitet, war der Polizei in der Vergangenheit nicht aufgefallen. Die Waffe, die der Mann bei seiner Verhaftung bei sich trug, hatte er legal erworben.

    Ein Daimler-Benz-Sprecher erklärte, nachdem das Erpressungsschreiben eingegangen war, habe der Konzern alles Erdenkliche unternommen, um möglichen Schaden von den Kunden abzuwenden. Der Konzern habe sofort die Polizei eingeschaltet und eng mit den Ermittlern zusammengearbeitet.

    Letzte Änderung: 16.02.1998 16:45 von aj
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