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"Nicht jeder genießt solche Aufmerksamkeit":

Zitate von Ernst Jünger

  • "Nicht wofür wir kämpfen, ist das Wesentliche, sondern wie wir kämpfen." ("Der Kampf als inneres Erlebnis", 1922)

  • "Die Männer hatten die Bajonette aufgepflanzt. Sie standen in steinerner Unbeweglichkeit, das Gewehr in der Hand, am vorderen Hange des Hohlwegs und starrten in das Vorgelände. Ab und zu, beim Schein einer Leuchtkugel, sah ich Stahlhelm an Stahlhelm, Klinge an Klinge blinken und wurde von einem Gefühl der Unverletzbarkeit erfüllt. Wir konnten zermalmt, aber nicht besiegt werden." ("In Stahlgewittern", 1920)

  • "Jongleure des Todes, Meister des Sprengstoffs und der Flamme, prächtige Raubtiere, federten sie durch die Gräben. Im Augenblick der Begegnung waren sie der Inbegriff des Kampfhaftesten, was die Welt tragen konnte, schärfste Versammlung des Körpers, der Intelligenz, des Willens und der Sinne. Man kann Genuß an ihnen empfinden wie an bunten Raubtieren, die mit kühnen Lichtern in den Augen durch tropische Dickungen federn. Sie waren vollendet in sich." ("Der Kampf als inneres Erlebnis", 1922)

  • "Im gleichen Maße, ... in dem der deutsche Wille an Schärfe und Gestalt gewinnt, wird für den Juden auch der leiseste Wahn, Deutscher sein zu können, unvollziehbarer werden, und er wird sich vor seiner letzten Alternative sehen, die lautet: In Deutschland Jude zu sein oder nicht zu sein." (Zeitschrift "Die Kommenden", 1930)

  • "Auch wurden wieder die Giftgastunnels erwähnt, in die mit Juden besetzte Züge einfahren. Das sind Gerüchte, und ich notiere sie als solche; doch sicher finden Ausmordungen im größten Umfang statt ... Ein Ekel ergreift mich dann vor den Uniformen, den Schulterstücken, den Orden, den Waffen, deren Glanz ich so geliebt habe. ("Strahlungen", Eintragung vom 31. Dezember 1942)

  • "Das Pikante in meinem Falle ergibt sich aus der Lebensdauer - mir werden Aussprüche, die sechzig Jahre zurückliegen, ins Wachs gedrückt. Nicht jeder genießt solche Aufmerksamkeit. Meine Kritiker entwickeln dabei einen ungemeinen Spürsinn." ("Siebzig verweht", 1993)

  • "Homer müßte sich heute, im Zeitalter der Atombombe, als Kriegsverherrlicher entschuldigen. Auch Schiller und Hölderlin bedürften in dieser Hinsicht der Purifikation." ("Autor und Autorschaft", 1984)

  • "Wenn es gilt, in Masse über einen Einzelnen herzufallen, sind die Deutschen immer dabei; es muß nur ungefährlich sein." ("Siebzig verweht", 1993)

  • "Ein Mann kann mit den Mächten der Zeit harmonieren, er kann zu ihnen im Kontrast stehen. Das ist sekundär. Er kann an jeder Stelle zeigen, wie er gewachsen ist. Damit erweist er seine Freiheit - physisch, geistig, moralisch, vor allem in der Gefahr. Wie er sich treu bleibt: das ist sein Problem." ("Auf den Marmorklippen", 1939)

  • "Warum sollte ich mich ,zur Demokratie bekennen', und gerade heute, wo ich sie täglich beobachte, von Moskau bis nach New York?" ("Siebzig verweht", 1993)

  • "Die Politik jeglicher Färbung ist mir seit langem zuwider, und ich marschiere hinter keiner Fahne mehr her. Auch ist die Erdrevolution mit politischen Mitteln nicht zu bewältigen. Sie dienen höchstens zur Garnierung des Vulkanrandes, falls sie nicht die Entwicklung sogar vorantreiben." ("Siebzig verweht", 1993)

  • "Zum Symbol wird uns das Vergängliche, wenn das Sein durchleuchtet. Dieses Durchleuchten nennen wir Sinn. Es bleibt immer ein Wunder, wenn so dem Menschen die Schuppen von den Augen fallen und er Mitmenschen, Tiere und Dinge in diesem Glanze sieht: vielleicht das eigentliche, einzige Wunder auf dieser Welt." ("Das Sanduhrbuch", 1954)

  • "... das Todestor, als das wichtigste der unsichtbaren Tore, für uns alle, ohne Unterscheidung, Tag und Nacht, geöffnet ... Er nannte den Tod die wundersamste Reise, die der Mensch vermöchte, ein wahres Zauberstück, die Tarnkappe aller Tarnkappen ... die letzte und unangreifbare Burg aller Freien und Tapferen." ("Das Abenteuerliche Herz", 1938)

  • Letzte Änderung: 17.02.1998 12:52 von aj
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