IVWPixel Zählpixel
  • Dianas Testament veröffentlicht
  • Leibwächter erinnert sich:

    Diana rief nach Dodi

    Fahrer wirkte nicht betrunken - Weißes Verfolgerfahrzeug

    London - Der erste Gedanke von Prinzessin Diana in den Sekunden nach ihrem schrecklichen Unfall in Paris galt ihrem Freund Dodi al Fayed. Das berichtete ihr Leibwächter, der als einziger den Unfall vom 31. August überlebte und sich inzwischen an Einzelheiten der Tragödie erinnern kann. "Ich hörte eine weibliche Stimme hinten im Wagen. Erst war da nur ein Stöhnen. Dann wurde Dodis Name gerufen. Das kann nur Prinzessin Diana gewesen sein. Ich war bei Bewußtsein und sie auch", erklärte Trevor Rees-Jones in einem am Montag veröffentlichten Interview der britischen Tageszeitung "The Mirror".

    Der Fahrer Henri Paul, der ebenfalls ums Leben kam, machte laut Rees-Jones nicht den Eindruck, als sei er betrunken gewesen. "Hätte er irgendwelche Anzeichen von Trunkenheit gezeigt, hätte ich ihn niemals in unseren Wagen gelassen", sagte Rees-Jones, der in den Diensten von Dodis Vater Mohamed al Fayed stand. Der Multimillionär vertritt die These, Diana und sein Sohn seien einer Verschwörung zum Opfer gefallen. Er soll nach Informationen des "Sunday Telegraph" auch das Interview des Leibwächters mit dem "Mirror" arrangiert haben. Henri Paul war sein Angestellter. In einer Obduktion wurde bei dem Chauffeur ein erhöhter Alkoholspiegel festgestellt. Paul starb ebenso wie Dodi noch am Unfallort, einem Pariser Straßentunnel. Diana wurde Stunden später in einer Klinik für tot erklärt.

    Rees-Jones berichtete weiter, Dianas Mercedes sei nach der Abfahrt vom Hotel Ritz von zwei Autos und einem Motorrad verfolgt worden. Einer der Wagen sei ein weißes Schrägheck-Fahrzeug gewesen. Die Pariser Polizei fahndet seit dem Unfall nach einem mysteriösen weißen Fiat, der in den Unfall verstrickt gewesen sein soll.

    Immer mehr "Erinnerungsfenster"

    Trevor Rees-Jones (mit der Mütze) nach der Ankunft in Issy-les-Moulineaux.

    Der Leibwächter, der den Unfall schwer verletzt überlebte, hat nach eigenen Worten in den vergangenen Wochen immer mehr Erinnerungen an die Zeit vor und nach dem Unfall. "Mein Psychiater nennt sie 'Erinnerungsfenster'. Sie sind aber klein und dauern nicht lange an", erklärte er in dem Interview. "Am Anfang konnte ich mich an überhaupt nichts erinnern. Die Ärzte waren nicht sicher, ob meine Erinnerung jemals zurückkehren würde. Ich hatte Amnesie, und alles war wie weggefegt."

    Gerüchte verstummen nicht

    Seit dem Tod Dianas wollen Gerüchte über eine Schwangerschaft der 36jährigen und die Theorie von einer Verschwörung, der die Prinzessin und ihr moslemischer Begleiter zum Opfer gefallen sein sollen, nicht verstummen. Dodis Vater, der nach eigenen Worten "zu 99 Prozent sicher ist", daß es eine solche Verschwörung gab, ist in der britischen Öffentlichkeit heftig kritisiert worden, weil er keine unabhängigen Zeugen für seine Behauptung ins Feld führen konnte. Der Besitzer des Londoner Kaufhauses Harrods und des Pariser Hotels Ritz sagte nach dem Tod Dianas, er habe deren letzte Worte an ihre engsten Verwandten ausgerichtet. Ihre Familie hat das bestritten und auch Berichte über eine Schwangerschaft und eine Verschwörung zurückgewiesen. Von Robert Seely, Fotos: Archiv, AP

    Letzte Änderung: 02.03.1998 13:20 von aj
    Navigations-Seite: RZ-Online auf einen Blick Zur Homepage Nachrichten aus aller Welt Newsticker mit dpa-Kurzmeldungen Aktuelle Wetter-Vorhersage Haitzinger-Karikatur Leserbrief schreiben Zur Homepage Navigations-Seite: Alles auf einen Blick Zum Anfang dieser Seite und zu weiteren Links Leserbrief schreiben Zur Homepage