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Der Fall Weimar:

Ein Doppelmord - zwei Verfahren - zwei Urteile

Gießen - Ein Doppelmord, zwei Verfahren, zwei Urteile: Der Fall Weimar sorgt seit nunmehr über elf Jahren für Schlagzeilen.

  • 04. August 1986:

    Monika Weimar (28) meldet im Laufe des Tages ihre beiden Töchter Melanie (7) und Karola (5) als vermißt und löst damit eine großangelegte Suche aus.

  • 07. August 1986:

    Die Leichen der beiden Kinder werden rund vier Kilometer vom Wohnort entfernt entdeckt. Die Obduktion ergibt, daß Melanie erstickt und Karola erwürgt wurde.

  • 29. August 1986:

    Monika Weimar beschuldigt ihren Mann Reinhard, die Kinder in der Nacht zum 4. August umgebracht zu haben.

  • 11. September 1986:

    Das Landgericht Fulda lehnt den von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl gegen Reinhard Weimar ab.

  • 27. Oktober 1986:

    Monika Weimar wird wegen Verdachts des zweifachen Kindesmordes verhaftet.

  • 23. März 1987:

    Prozeßbeginn vor dem Landgericht Fulda.

  • 08. Januar 1988:

    Gestützt auf Indizien wird Monika Weimar wegen der Ermordung ihrer beiden Töchter zu lebenslanger Haft verurteilt.

  • 17. Februar 1989:

    Der Bundesgerichtshof verwirft die Revision Monika Weimars.

  • 02. Mai 1989:

    Das Bundesverfassungsgericht weist die Verfassungsbeschwerde Weimars zurück.

  • 27. November 1992:

    Die in der Vollzugsanstalt Frankfurt-Preungesheim Inhaftierte beantragt die Wiederaufnahme des Verfahrens. Sie stützt sich auf ein neues Fasergutachten, das später allerdings verworfen wird.

  • 25. Januar 1993:

    Die Staatsanwaltschaft beantragt beim Landgericht Gießen, die Wiederaufnahme des Verfahrens als unzulässig abzulehnen.

  • 27. März 1995:

    Die zweite Schwurgerichtskammer des Landgerichts Gießen lehnt die Wiederaufnahme des Verfahrens ab.

  • 04. Dezember 1995:

    Das Oberlandesgericht Frankfurt hebt das Fuldaer Urteil wegen einer möglicherweise neuen Beweislage auf und ordnet die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Nach neunjähriger Haft kommt die ehemalige Krankenpflegehelferin, die sich nach ihrer Scheidung wieder Böttcher nennt, frei.

  • 05. Juni 1996:

    Vor der zweiten Schwurgerichtskammer des Landgerichts Gießen - jener Kammer, die ursprünglich die Wiederaufnahme des Verfahrens abgelehnt hatte - wird der Prozeß erneut aufgerollt: Böttcher muß sich wieder wegen des Vorwurfs verantworten, ihre beiden Töchter ermordet zu haben.

  • 24. April 1997:

    Nach 55 Verhandlungstagen hebt das Landgericht Gießen das Fuldaer Urteil auf und spricht Monika Böttcher frei.

  • 25. September 1997:

    Die Staatsanwaltschaft reicht am letzten Tag der gesetzlichen Frist die Begründung für die schon kurz nach dem Urteil vorsorglich angekündigte Revision ein. Sie rügt eine Verletzung formellen und materiellen Rechts.

  • 23. Dezember 1997:

    Die hessische Generalstaatsanwaltschaft akzeptiert den Revisionsantrag.

  • 18. März 1998:

    Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs, die Revision zuzulassen, wird bekannt. dpa

  • Letzte Änderung: 19.03.1998 12:30 von aj
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