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  • Gewalt im Gerichtssaal
  • Strafrichter erschossen

    Amtsgericht Essen: 69jähriger tötete sich nach der Tat selbst

    Essen - Ein 52jähriger Strafrichter ist am Donnerstag im Amtsgericht Essen erschossen worden. Der 69jährige Todesschütze hatte gegen 11.45 Uhr im Dienstzimmer 123 fünf Schüsse auf den Juristen abgegeben, von denen drei das Opfer verfehlten, teilte der Essener Staatsanwalt Bernd Schmalhausen in einer ersten Stellungnahme mit. Danach habe sich der Mann, der sein Opfer gezielt ausgesucht haben soll, selber mit einem Schuß in den Kopf getötet. Der Täter, der Deutscher ist und aus dem Raum Kassel stammt, habe einen Bekennerbrief hinterlassen, über dessen Inhalt Schmalhausen zunächst keine Angaben machen wollte.

    Das Essener Landgericht wird nach dem Mord von Gerichtsdienern abgeriegelt.

    Offenbar hatte der Richter zu fliehen versucht, nachdem ihn die ersten drei Schüsse verfehlt hatten. Er wurde dann von zwei weiteren Schüssen getroffen und verblutete am Tatort. Wenige Minuten nach der Bluttat konnte ein Notarzt nur noch den Tod des Richters feststellen, der Frau und vier Kinder hinterläßt. Auch der Schütze war auf der Stelle tot.

    Mitarbeiter bestürzt

    Die Etage im Amtsgericht, das im Essener Landgericht untergebracht ist, wurde sofort abgesperrt. Beamte der Spurensicherung nahmen die Arbeit am Tatort auf. Die Mitarbeiter des Amtsgerichts reagierten mit Betroffenheit und Bestürzung auf das Verbrechen. Erste Vermutungen, daß es sich bei dem Täter um einen Schwarzafrikaner gehandelt habe, bestätigten sich nicht. dpa - Foto: dpa

    Letzte Änderung: 07.05.1998 15:57 von aj
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