Friedensplan nach 30 Jahren Nordirland-KonfliktWichtige Punkte des AbkommensBelfast - In der Friedensregelung für Nordirland wird der Provinz das Recht eingeräumt, einen Teil der bisher vom Nordirland- Ministerium in London geführten Regierungsgeschäfte selbst zu lenken. Bereiche wie Außen- und Sicherheitspolitik sind von dieser größeren Autonomie ausgenommen.
Ihre erste Aufgabe wird sein, einen Nord-Süd-Ministerrat für grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Republik Irland ins Leben zu rufen. Falls die Versammlung dieser Aufgabe nicht binnen eines Jahres nachkommt, kann sie von der britischen Regierung "vertagt" - also auf Eis gelegt - werden.
Grenzüberschreitende Politik
Kein GebietsanspruchDie irische Regierung verpflichtet sich, Artikel zwei und drei der Verfassung zu ändern, in denen ein Gebietsanspruch auf Nordirland erhoben wird. Das Streben nach einer Vereinigung Nordirlands mit der Republik Irland wird aufrechterhalten. London will das Irland-Gesetz anpassen und festschreiben, daß sich die konstitutionelle Verankerung Nordirlands im Vereinigten Königreich nicht ohne mehrheitliche Zustimmung der Menschen in der Provinz verändern läßt.
Gleichstellungsfragen zwischen den KonfessionenEine Reihe von Ausschüssen soll Reformen der Polizeikräfte in Nordirland, Gleichstellungsfragen zwischen den Konfessionen und die Freilassung terroristischer Häftlinge innerhalb von zwei Jahren vorbereiten. Die Auflösung von Waffenlagern der Extremisten soll in derselben Frist abgeschlossen werden. dpa |
| Letzte Änderung: 20.05.1998 00:23 von aj |