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Uwe Ochsenknecht Star des Open-Air-Spektakels "Dracula"

Grusical mit Biß

Eigentlich mag Uwe Ochsenknecht Musicals nicht besonders, diese "spießigen Inszenierungen mit abgespielten Songs ... in extra dafür gebauten Häusern mit Riesenwerbung und Massenabfertigung". Doch jetzte steht der Schauspieler und Rocksänger dennoch in dem Musical Dracula" auf der Bühne - in der Rolle des berühmtesten Vampirs der Literatur- und Filmgeschichte. Am 12. Juni findet in Hannover die Uraufführung statt.

"Als ich letztes Jahr das Angebot bekam, war ich noch sehr skeptisch", gibt der 42jährige zu. Doch statt des befürchteten "Butterfahrt-Musicals" fand er eine Top-Produktion vor, "bei der mir nichts einfiel, was dagegen sprach". Für Ochsenknecht ist Bram Stokers "Dracula" ein "Märchenstoff und der Traum vieler Schauspieler". Das neue Musical mit Kompositionen unter anderem von Regisseur Walter Haupt und Jazzrock-Veteran Klaus Doldinger wird nach den Worten des Schauspielers ein "Riesenspektakel, das man so bisher noch nie gesehen hat".

Da sind nicht nur die Zähne Spitze

Mehrere Wochen hat er intensiv geprobt, nun wird bis Anfang September bei acht Open-air-Aufführungen in Deutschland und Österreich mit spitzen Zähnen und viel Schminke auf der Bühne stehen. "Allein die Maske dauert zwei Stunden. Das Singen trotz Gebiß klappt auch schon ganz gut", berichtet Ochsenknecht. Als Monster will er den berühmten Beißer nicht spielen, sondern eher als tragische Figur. "Das war doch ein Mann, auf dem ein Fluch lastete", beschreibt der Schauspieler seine Sicht des Grafen. "Deshalb werde ich ihn auch auf ganz andere Weise singen, als man das von Ochsenknecht kennt."

Auf eine Szene freut sich der Darsteller ganz besonders. "Oder würden Sie Yamil Borges nicht mal gern in den Hals beißen?", fragt er augenzwinkernd. Die bildhübsche Amerikanerin spielt und singt die von Dracula heiß begehrte Mina.

Liebe, Hoffnung, Gut und Böse

Sie schwärmt von der Musical-Crew, die das Stück in den nächsten Jahren um die Welt tragen soll: "Jeden Tag bin ich mehr begeistert." Für sie steckt viel in dem Musical: "Liebe, Hoffnung, der Kampf zwischen Gut und Böse."

Auch wenn Uwe Ochsenknecht sich eine Teilnahme am "Dracula"- Tourneeprojekt im nächsten Jahr durchaus vorstellen kann, im September ist voraussichtlich erst einmal Schluß. "Es gibt jetzt schon eine Zweitbesetzung. Ich kann ja wie Keith Richards von den Rolling Stones mal von der Leiter fallen", flachst er. Aus sommerlicher Langeweile hat er sein Musical-Debüt übrigens nicht riskiert - andere Projekte sind schon lange unter Dach und Fach. "Zunächst mal ab nächster Woche ein kleiner Sommerfilm, so'n Ding über zwei Männer und eine Frau. Danach ein Kinofilm, ein bißchen wie von Tarantino." Also mit ziemlich viel Blut - wie bei "Dracula".

Werner Herpell, dpa-
Letzte Änderung: 09.06.1998 10:05 von to
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