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Werder Bremen - Vojvodina Novi Sad 1:0 (0:0)

Bremer vertrauen auf eigene Stärke

Bremen - Im Kampf um die Rückkehr ins internationale Geschäft läßt Fußball-Bundesligist Werder Bremen sich nicht unterkriegen und vertraut weiter auf die eigene Stärke. Trotz des äußerst knappen 1:0 (0:0)-Hinspielsieges im UI-Cup-Finale gegen Vojvodina Novi Sad und des langfristigen Ausfalls des Kreativ-Trios Andreas Herzog, Juri Maximow und Christian Brand hoffen die Hanseaten nach fast dreijähriger Durststrecke weiter auf die Teilnahme am Uefa-Pokal.

"Natürlich sind diese Ausfälle ein akutes Problem, aber wir haben genug taktische Möglichkeiten, das abzufangen", analysierte Interims-Kapitän Marco Bode nach dem Arbeitssieg und gab damit zugleich die "Jetzt erst recht"-Stimmung bei den Norddeutschen wider. Niemand jedenfalls klagte über das nur dünne Polster für das Rückspiel am 25. August (Dienstag) und forderte neue Spieler.

Trainer Wolfgang Sidka verzichtete entsprechend auch auf Kritik am häufig schablonenhafte Aufbauspiel seiner Truppe. Der Coach mahnte in erster Linie an, "konzentrierter mit den Torchancen umzugehen." Davon gab es gegen die Serben in der Tat genug, um bereits an der Weser für eine echte Vorentscheidung zu sorgen. Doch für Werder reichte nur zum Tor des Tages durch einen Kopfball von Dieter Frey (75.) und zur Erkenntnis, daß derzeit die Deckung der mit Abstand am besten funktionierende Mannschaftsteil ist.

"Wir werden es den Bremern verdammt schwer machen."

Eine sattelfeste Hintermannschaft werden die Bremer im Rückspiel an der Donau brauchen, um gegen die als äußerst heimstark geltenden Jugoslawen zu bestehen. Denn die Gäste haben sich nach der knappen Niederlage, die sie fast wie einen Sieg feierten, natürlich längst noch nicht aufgegeben. Coach Tomislav Manojlovic: "Wir werden es den Bremern verdammt schwer machen."

Daß der zweimalige jugoslawische Meister zu Hause eine Macht ist, hatte erst in der vergangenen Woche der SEC Bastia schmerzhaft erfahren müssen. Mit einem 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel auf Korsika angereist, wurde das Team aus dem Land des Weltmeisters mit 4:0 förmlich deklassiert.

Szenenapplaus für Roembiak

Daher wird in Bremen die Suche nach einer Verstärkung für das Mittelfeld der Grün-Weißen auch nicht eingestellt, auch wenn Sidka zu Wochenbeginn von einer Spionagetour aus Dänemark ohne konkretes Ergebnis zurückkehrte. Gefahndet wird nach wie vor nach einem Spielgestalter, der auch als "Arbeitsbiene" Verwendung finden könnte, wenn sich das Werder-Lazarett in einigen Wochen wieder lichtet. Mittelfeldspieler Raphael Wicky: "Anderenfalls haben wir zu Weihnachten ein Überangebot von vier Spielmachern, das gibt nur Probleme."

Ein Auge für sinnvolle Verstärkungen hat Sidka bereits bei Lodewijk Roembiak bewiesen. Der dunkelhäutige "Wandervogel" aus den Niederlanden - Bremen ist bereits seine elfte Station - entpuppte sich im rechten Mittelfeld als wahrer Hansdampf in allen Gassen. Der 29jährige, für ganze 500.000 Mark vom FC Aarau verpflichtet, erhielt von den 15.276 Zuschauern mehrfach Szenenapplaus.

Andreas Frank, sid - Foto: dpa
Geändert am 12. August 1998 12:10 von jp
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