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Sechster Rücktritt nach der WM

Reuter: "Nie mehr unter Vogts"

Dortmund - Nach dem Schalker Olaf Thon hat nun auch der Dortmunder Stefan Reuter wegen Bundestrainer Berti Vogts seinen Rücktritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft erklärt. "Unter Vogts werde ich nicht weitermachen. Das geschieht nicht aus Altersgründen. Unser Verhältnis war nicht so gewesen, daß man sagen kann, wir haben an einem Strang gezogen", sagte der 31 Jahre alte BVB-Kapitän nach einem Gespräch mit dem Chefcoach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Der 69malige Nationalspieler betonte jedoch, daß sein Rücktritt nur für die "Ära Vogts" gelte, nicht aber für die Nationalelf. "Das permanente Hin und Her, der Zick-Zack-Kurs von Vogts war nicht mehr mitzumachen", verkündete der Welt- und Europameister am Donnerstag nach dem Training in Dortmund. Reuter hatte im WM-Vorrundenspiel gegen die USA (2:0) vorerst zum letzten Mal das DFB-Trikot getragen und war nach seiner Auswechslung in der 67. Minute von Vogts nicht mehr berücksichtigt worden. Reuter: "Das war für mich sehr enttäuschend. Ich war in einer guten Verfassung, aber das Vertrauen war nicht da."

Reuter ist nach Jürgen Klinsmann, Andreas Köpke, Jürgen Kohler, Lothar Matthäus und Olaf Thon der sechste WM-Spieler, der für den geplanten Neuaufbau beim Europameister nicht mehr zur Verfügung steht. Allerdings hatte lediglich Thon wegen Vogts seine Nationalmannschaftskarriere beendet: "Die Entscheidung hängt auch damit zusammen, daß Vogts im Amt bleibt. Wir passen nicht zusammen", hatte der 32 Jahre alte Schalker bei seinem Rücktritt verkündet.

Was wird aus Häßler, Möller und Helmer?

Die deutsche Nationalelf startet am 31. August mit einer Länderspielreise nach Malta die Vorbereitung auf die Qualifikation zur Euro 2000 in Holland und Belgien. Am 2. September spielt die DFB-Auswahl in La Valetta gegen Malta, am 5. September gegen Rumänien. Am Montag will Vogts sein 24köpfiges Aufgebot benennen. Auf die wichtigste Personalentscheidung hat sich Vogts bereits festgelegt, nachdem er Stefan Effenberg nach über vier Jahren Abstinenz in die Nationalelf zurückgeholt hatte. Als Neulinge werden zudem Oliver Neuville, Marko Rehmer (beide Hansa Rostock), Mustafa Dogan (Fenerbahce Istanbul) und Paulo Rink (Bayer Leverkusen) gehandelt. Der Bundestrainer hat zudem noch Stefan Paßlack (Mönchengladbach) und Jörg Albertz (Glasgow Rangers) ins Gespräch gebracht.

Fraglich ist derweil noch die Zukunft der Routiniers Thomas Häßler und Andreas Möller (beide Dortmund) sowie Thomas Helmer (Bayern München). Eine Entscheidung diesbezüglich will Vogts nach einem Gespräch mit diesem Trio treffen.

Thomas Niklaus, sid
Geändert am 20. August 1998 15:45 von jp
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