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Tag der Raumfahrt:Das Weltall für 19 Mark pro JahrSo viel kostet die Forschung jeden Bundesbürger alljährlich
Köln - Das deutsche Engagement für die Raumfahrt kostet jeden Bundesbürger nach Angaben von Forschungsminister Jürgen Rüttgers pro Jahr etwa 19 Mark. Rund 5.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze würden damit gesichert, sagte Rüttgers am Donnerstag zum ersten bundesweiten Tag der Raumfahrt. Daran beteiligten sich 30 Orte in Ost- und Westdeutschland. Rüttgers wies darauf hin, daß auch mehr als 2.000 Arbeitsplätze in der Raumfahrtforschung bestünden. Beim Tag der offenen Tür im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln plädierte der Minister für ein Netzwerk der Raumfahrtzentren in Europa. Dabei gehe es vor allem um die effektivere Nutzung der nationalen Kapazitäten durch alle Partner in Europa und die darin begründeten Rationalisierungschancen. Das zentrale Aktionsfeld der deutschen Raumfahrt ist das Projekt zur Errichtung und Nutzung der Internationalen Raumstation. Astronaut Ulf Merbold, schon zweimal im Spacelab und einmal mit der Raumfähre Mir im All, appellierte an alle künftigen Weltraumfahrer, für eine gute körperliche Kondition zu sorgen. Zudem empfahl er allen Interessenten ein Studium der Medizin oder der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Außerdem müsse man Neugier mitbringen und die Bereitschaft, "über den Tellerrand des Gelernten hinauszublicken". Weiterhin seien Fremdsprachenkenntnisse in Englisch, Französisch und Russisch der Laufbahn als Astronaut förderlich.
"Reise durch das Sonnensystem"
Seit Mitte der 60er Jahre sind rund 30 Milliarden Mark an Steuergeldern in die deutsche Raumfahrt geflossen. Jährlich würden in diesem Bereich rund zwei Milliarden Mark umgesetzt, erklärte Rüttgers in Köln. Der Minister kündigte an, auch weiterhin zehn Prozent seines Etats dafür aufzuwenden, um die Kölner Raumfahrtbehörde "zu einer deutschen Nasa" zu machen. |
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| Geändert am 20. August 1998 16:40 von aj | ||||||||