Die Geschichte der Atomwaffen6. August 1945:Erstmals wird eine Atombombe von den USA über der japanischen Stadt Hiroshima eingesetzt. Drei Tage später wird eine zweite Bombe auf Nagasaki abgeworfen. 29. August 1949: Der erste sowjetische Atomtest. Oktober 1949: Die erste britische Atombombe wird auf der Inselgruppe Monte Bello vor der Nordwestküste Australiens gezündet. November 1949: Die USA zünden auf dem Eniwetock-Atoll im Pazifik erstmals eine Wasserstoffbombe. März 1953: Die Amerikaner Julius und Ethel Rosenberg werden auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Sie waren für schuldig befunden worden, der Sowjetunion geheime US- Nuklearunterlagen zugespielt zu haben. Mai 1957: Über der Weihnachtinsel im Pazifik testen die Briten ihre erste Wasserstoffbombe. Februar 1960: Frankreich zündet eine Atombombe in der Wüste Sahara. Oktober 1962: Die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf Kuba bringt die Welt an den Rand eines Atomkriegs. Die Sowjetunion lenkt schließlich ein und zieht ihre Raketen wieder ab. Oktober 1963: Die USA, die Sowjetunion und Großbritannien vereinbaren einen teilweisen Atomteststopp. Atomversuche in der Atmosphäre, im Weltall oder unter Wasser sind demnach verboten. Oktober 1964: China zündet seine erste Atombombe im Testgebiet von Sinkiang. November 1969: Die USA und die Sowjetunion nehmen Gespräche zur Begrenzung der strategischen Atomwaffen (SALT) auf. März 1970: Der Nichtweiterverbreitungsvertrag (NPT) tritt in Kraft. Er soll verhindern, daß die Zahl der Atommächte zunimmt. Mai 1974: Indien zündet seinen ersten Atomsprengsatz. Juni 1979: Die USA und die Sowjetunion unterzeichnen in Wien den SALT II-Vertrag zur Begrenzung nuklearer Offensivwaffen. Juni 1982: Die Supermächte eröffnen in Genf Gespräche über die Reduzierung der strategischen Atomwaffen (START). Dezember 1987: Die Präsidenten Reagan und Gorbatschow unterzeichnen in Washington den INF-Vertrag zur Beseitigung der Mittelstreckenraketen. Juli 1991: Die Präsidenten Bush und Gorbatschow unterzeichnen den START-Vertrag. Damit wird das strategische Nukleararsenal der Supermächte um rund ein Drittel reduziert. Oktober 1991: Die NATO stimmt dem Vorschlag der USA zu, alle Kurzstreckenraketen und Artilleriegeschosse mit nuklearen Sprengköpfen in Europa zu vernichten und die Atombombenbestände drastisch zu verringern. Januar 1993: Die Präsidenten Bush und Jelzin unterzeichnen den START 2-Vertrag. Damit wird das strategische Nukleararsenal der Supermächte um fast zwei Drittel reduziert. Februar 1994: Die USA und Rußland vereinbaren, ihre verbliebenen Langstreckenraketen icht länger auf das Territorium des jeweils anderen zu richten. 11. Mai 1995: Die UNO beschließt die unbefristete Verlängerung des Nichtweiterverbreitungsvertrags von 1970. 27. Januar 1996: Frankreich zündet den sechsten und letzten nuklearen Sprengsatz einer Testserie und gibt wenig später die Beendigung seiner Atomversuche bekannt. 25. März 1996: Mit den Unterschriften Frankreichs, Großbritanniens und der USA wird der Südpazifik zur atomwaffenfreien Zone erklärt. 11. April 1996: 43 afrikanische Staaten erklären Afrika vertraglich zur atomwaffenfreien Zone. 27. Mai 1996: Mit Unterzeichung eines Sicherheitspaktes zwischen der Nato und Ruland erklärt die Nato, sie habe keine Absicht, Atomwaffen in den neuen Mitgliedsstaaten zu stationieren. 27. Mai 1996: Der russische Präsident Boris Jelzin kündigt bei der Unterzeichung des Nato-Rußland-Abkommens an, sein Land werde alle gegen die Nato gerichteten Atomwaffen abbauen. Archiv
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| Geändert am 22. September 1998 15:47 von aj | |