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. . . Schröder zum Kanzler gewählt
Mindestens sieben Parlamentarier aus der Opposition haben für den Sozialdemokraten gestimmt. Drei Abgeordnete fehlten entschuldigt, zwei von der Union sowie der Grüne Oswald Metzger. Die meisten der 36 PDS-Abgeordneten hatten angekündigt, sich zu enthalten, einige wollten gegen ihn stimmen. Schröder wollte nicht spekulieren, woher die zusätzlichen Stimmen gekommen seien.
Lauter Jubel und Bravo-RufeAls Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) um 11.55 Uhr das klare Ergebnis bekanntgab, reagierten SPD und Grünen mit lautem Jubel und Bravo-Rufen. Erster Gratulant aus der alten Regierung war Schröders Vorgänger Helmut Kohl. Er meinte, mit dem Stimmenergebnis für seinen Nachfolger sei zu rechnen gewesen.
Herzog: "Deutschland braucht Reformen"Herzog erklärte bei der Übergabe der Ernennungsurkunde vor der Vereidigung Schröders im Bundestag, die neue Regierung werde von großen Erwartungen begleitet. Er wünsche ihr den Mut, notwendige Veränderungen anzupacken. "Deutschland braucht Reformen, und für manche haben wir nicht allzuviel Zeit. Die Welt wartet nicht auf uns", mahnte Herzog. Angesichts der weltweiten Umbrüche sei auch Deutschland keine "Insel der Seligen". Er erinnerte daran, daß viele Grundprinzipien zwischen allen demokratischen Parteien unumstritten seien. Dies gelte besonders für das Vertrauen der Welt in die feste Orientierung der deutschen Außenpolitik. Schröder erwiderte, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Herzog.
Vereidigung der 15 Minister
Im Kabinett Schröder sind 15 Bundesminister für 14 Ressorts verantwortlich. Bodo Hombach hat als Kanzleramtsminister kein klassisches Ministerium. Zehn Ressorts werden von SPD-Politikern geführt, drei von Bündnis 90/Die Grünen und ein Ressort, das Wirtschaftsministerium, von dem parteilosen Werner Müller, der aber für die SPD ins Kabinett einzieht. Die Regierungsliste:Foto von oben links im Uhrzeigersinn:
dpa - Foto: Archiv
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| Geändert am 27. Oktober 1998 17:44 von aj | |||||||