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Tennis Borussia zieht mit 4:2 ins Viertelfinale ein

Blamage für Hertha BSC

Berlin - Der Triumph von Tennis Borussia wurde zur Blamage für Hertha BSC. Mit einem 4:2 (2:1) über den Bundesliga-Fünften stürmte der Tabellenführer der 2. Liga am Mittwoch abend in das Pokal-Viertelfinale und entschied das 110. Berliner Derby eindrucksvoll für sich.

 Luftduell zwischen Veit (Hertha, l.) und Szewczyk.

Die 40 122 Zuschauer im Olympiastadion bestaunten eine verkehrte Fußball-Welt. Nachdem Aracic (30.), Copado (41.), Kovacec (57.) und wieder Aracic (59.) vier Treffer vorgelegt hatten, verließ ein Teil des bitter enttäuschten Hertha-Anhangs die Arena. Dabei hatte Thom die Herthaner in der 11. Minute sogar in Führung geköpft. Das Tor von Tschami (68.) konnte dem Spiel keine Wende mehr geben.

TeBe: Stille Fans - starke Spieler

Für TeBe, das auf seinen Heimvorteil im nur 13 000 Zuschauer fassenden Mommsenstadion verzichtet hatte, wurde die Partie anfangs auch durch die fehlende Zuschauerunterstützung zu einem Auswärtsspiel. Nur etwa 5 000 Besucher waren im Vergleich zum lautstarken Hertha-Anhang eine fast stille Minderheit. Doch das iritierte den zeitweise brilliant aufspielenden Zweitligisten überhaupt nicht. Zur sportlichen Beute kam eine Einnahme von mehr als 500 000 Mark. Hertha, in der Bundesliga im Olympiastadion noch ohne Niederlage, verlor praktisch seinen Heimnimbus.

Über weiter Strecken spielte TeBe wie ein Bundesligist. Nach einem furiosen Beginn mit einem Pfostenschuß von Kovacec nach nur drei Minuten gelang Thom nach Flanke von Wosz zwar per Kopf die Hertha- Führung. Doch TeBe ließ sich nicht beeindrucken und kam durch Aracic und dem im Mittelfeld dominierenden Copado zu einer verdienten Führung. Allerdings leistete Hertha jeweils Hilfestellung. Erst verstolperte Thom den Ball, was Hamann zur entscheidenden Vorlage nutzte. Dann ließ sich die Abwehr des Bundesligisten durch eine weite Vorlage über das ganze Mittelfeld von Akrapovic zu Copado düpieren.

Hertha mit nur einer Spitze

Ohnehin war verwunderlich, daß Herthas Trainer Röber mit seinem Torjäger Preetz nur eine Spitze aufbot. Als Röber dann durch das Einwechseln von Tschami nach der Pause zur Offensive blasen wollte, ging der Schuß nach hinten los. Wosz, diesmal Herthas Bester, hatte zunächst die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber am herausgelaufenen Torhüter Curko (46.). Dann stellte TeBes gefährliches Angriffsduo Kovacec und Aracic die Signale auf Sieg. Als Preetz dann noch ausgewechselt wurde (63. ), wirkte das wie eine Bankrotterklärung des Bundesligisten.
Frank Thomas, dpa

Geändert am 29. Oktober 1998 12:12 von ar
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