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Dazu auch: Splittervorschau zur Zweiten Bundesliga

Splittervorschau zur Fußball-Bundesliga

Angstgegner schreckt Bayern kaum

 Zeigt den Gegnern die Zähne: Ottmar Hitzfeld.

Neuss - Glaubt man den Erfahrungen der Vergangenheit, dann steht der souveräne Tabellenführer Bayern München am zehnten Spieltag der Fußball-Bundesliga vor einer gewaltigen Hürde. Denn bei Eintracht Frankfurt gewann der Rekordmeister nur fünf von 31 Partien, und sogar in ihrem Abstiegsjahr feierten die Hessen mit 4:1 am 4. November 1995 gegen die Bayern den höchsten Saisonsieg. Mit nur einem Punkt aus drei Spielen kann der Aufsteiger auf einem Abstiegsplatz den Spitzenreiter aber kaum schrecken.

Eine Woche vor dem Münchner Derby steht auch Verfolger 1860 mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg vor einer Aufgabe der auf dem Papier leichterer Art. An der Weser möchte der neue Trainer Felix Magath dem Bremer Publikum gegen den MSV den ersten Saison-Heimsieg bescheren. Eine Punkteteilung ist auf dem Bökelberg vorgesehen. Denn dort gab es in den letzten neun Treffen zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen ausschließlich Unentschieden.

Der 10. Spieltag im Stenogramm:

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen: Eine seltsame Serie begleitet die Duelle der beiden Klubs am Bökelberg. Noch nie konnte Leverkusen dort gewinnen, aber die letzten neun Spiele hintereinander in Gladbach endeten unentschieden. In der laufenden Saison ist Bayer seit sechs Runden ungeschlagen und verlor noch kein Auswärtsspiel. Die Borussen holten nur magere zwei Punkte aus den letzten acht sieglosen Spielen und verloren die letzten vier Bundesligapartien. - Vorige Saison: 2:2 und 1:1.

1. FC Kaiserslautern - Hansa Rostock (beide Freitag, 20.00 Uhr): Drei Spiele, drei Siege - das ist die glatte Bilanz der Pfälzer aus ihren Heimaufgaben gegen Rostock. Zur Zeit ist der FCK aber seit fünf Bundesligarunden ohne dreifachen Punktgewinn, und in den letzten beiden Heimspielen sprang insgesamt nur ein Zähler heraus. Die Ostdeutschen aber sind der einzige Klub der Liga, der auswärts noch keinen Punkt gewann. Seit dem 9. April (3:1 in Bochum) hat Hansa in der Fremde nichts Zählbares geholt. - Vorige Saison: 4:3 und 2:2.

Eintracht Frankfurt - Bayern München: Ausgerechnet gegen den deutschen Rekordmeister feierten die Hessen in ihrer Abstiegsaison 1995/96 den höchsten Sieg. 4:1 hieß es am 4. November 1995 durch Tore von Hagner (2), Mornar und Binz. Helmer sorgte für das zwischenzeitliche 1:2. Von 31 Spielen in Frankfurt gewannen die Bayern nur fünf, zuletzt am 15. April 1995 mit einem 5:2. Die Münchner gewannen sämtliche Auswärtsspiele der Saison und begnügten sich in den letzten 18 Partien ohne Niederlagen nur fünfmal mit einem Unentschieden. Frankfurt holte nur einen Punkt aus den letzten drei Aufgaben.

Schalke 04 - SC Freiburg: Das Parkstadion ist für die Freiburger das beste Auswärtspflaster. Drei von vier Spielen hier gewannen sie. Zudem verlor der Aufsteiger in dieser Saison noch keine Partie auf einem fremden Platz. Mit drei Siegen und einem Unentschieden sind die seit fünf Runden ungeschlagenen Schwarzwälder die drittbeste Auswärtself. Schalke holte insgesamt nur einen Punkt aus den letzten drei Heimspielen und wartet seit vier Partien auf einen Sieg. Der S04 ist das einzige Team, für den weniger Tore (acht) als Spiele zu Buch stehen.

Borussia Dortmund - Hamburger SV: Von den letzten zehn Heimspielen gegen den HSV verlor Dortmund nur eins: am 2. Mai dieses Jahres mit 0:1, als im letzten Heimspiel der Saison die Luft raus war. Jetzt ist der BVB in vier Partien ungeschlagen, was dem Weltkpokalsieger in der vergangenen Saison nur einmal schaffte, und erzielte dabei jeweils zwei Treffer. Den Gastvereinen erlaubte Torwart Klos insgesamt nur zwei Tore. Die Hanseaten verloren vor dem Treffen zweier Pokal-Verlierer nur zwei der letzten 22 Bundesligaspiele, die aber mit jeweils fünf Gegentoren (0:5 in Leverkusen, 3:5 bei Bayern München). - Vorige Saison: 0:1 und 3:1.

Werder Bremen - MSV Duisburg: Neben Freiburg ist Werder die einzige Mannschaft der Liga ohne Heimsieg. Auch in den letzten beiden Heimpartien gegen Duisburg gab es keinen dreifachen Punktgewinn. Der letzte Erfolg datiert vom 24. März 1995, als Bremen durch Tore von Ramzy, Basler, Hobsch, Bode und Herzog 5:1 gewann. In allen Heimspielen der Saison geriet Werder 0:1 in Rückstand. Der MSV, der auf fremden Plätzen nur einen Punkt holte, schoß auswärts noch nie das 1:0 und kassierte im Schnitt drei Gegentore. - Vorige Saison: 2:2 und 1:2.

VfB Stuttgart - VfL Bochum: Am 30. Mai 1987 feierte Bochum mit einem 4:2 den bislang letzten Sieg in Stuttgart. In den folgenden neun Partien beim VfB sprangen für die Westfalen insgesamt nur noch zwei Plätze heraus. Nur Freiburg und die Bayern kassierten auswärts weniger Gegentore als die Bochumer (fünf), deren Torwart Rainer Ernst auswärts in der letzten halben Stunde noch keinmal überwunden wurde. Die seit drei Runden sieglosen Schwaben erzielten in ihren letzten beiden Heimspielen um Punkte überhaupt kein Tor. - Vorige Saison: 2:0 und 2:0.

1860 München - VfL Wolfsburg (alle Samstag, 15.30 Uhr): Am Ende der letzten Saison waren die beiden Klubs noch Tabellennachbarn, jetzt sind zwölf Punkte und zwölf Plätze voneinander getrennt. Von den letzten acht Spielen ohne Niederlage gewannen die "Löwen" sechs und zudem ihre letzten drei Heimspiele in Serie. Noch keinmal in dieser Saison blieb die Lorant-Elf ohne Torerfolg. Wolfsburg kassierte in den letzten drei Partien ohne Niederlage insgesamt nur ein Gegentor. - Vorige Saison: 2:1 und 0:1.

Hertha BSC - 1. FC Nürnberg (Sonntag, 18.00 Uhr): Nur sechsmal standen sich die beiden Traditionsklubs an der Spree gegenüber, wobei das bislang letzten Duell am 1. Juni 1991 mit 4:2 an den "Club" ging. Der letzte Berliner Sieg datiert mit 5:1 vom 4. September 1982. Hertha ist die einzige Mannschaft der Liga, die sämtliche Heimspiele gewann, Nürnberg holte die meisten Auswärtspunkte (sieben) aller Klubs unterhalb der Europapokalränge. Für die Franken gab es noch keinen Platzverweis, für ihre Gegner aber schon fünf.

sid - Foto: dpa

Geändert am 29. Oktober 1998 11:43 von ar
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