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Selbstmordangriff im Gazastreifen

Anschlag der Hamas: Auto mit Sprengstoff rammte Schulbus

Gaza - Bei einem Selbstmordangriff der militanten palästinensischen Organisation Hamas sind am Donnerstag im Gazastreifen ein israelischer Soldat und der Attentäter getötet worden. Der Anschlag mit einer Autobombe galt einem gepanzerten Bus israelischer Schulkinder, traf aber mit voller Wucht einen begleitenden Jeep der israelischen Armee. Drei Soldaten wurden verletzt. Beim israelischen Rundfunk bekannte sich ein Anrufer im Namen der Hamas zu dem Anschlag. "Es ist eine Revolution bis zum Tod", sagte er.

Ein ranghoher palästinensischer Sicherheitsoffizier, Amin al Hindi, sprach von einem Anschlag gegen den Friedensprozeß. Die Autonomiebehörde werde dagegen mit aller Härte vorgehen. Die palästinensische Polizei kooperiere mit den israelischen Behörden. Ein Berater des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, David Bar Illan, sagte, die ab Montag geplante Umsetzung des Wye-Abkommens werde nicht verschoben. Israel werde aber genau das Vorgehen der palästinensischen Autonomiebehörde analysieren. Indirekt machte er Präsident Jassir Arafats Regierung für den Anschlag verantwortlich: "Wir werfen ihnen vor, die Terroristen zu feiern und zu verherrlichen, während sie zugleich Lippenbekenntnisse zur Bekämpfung des Terrorismus abgeben."

Der Anschlag wurde auf einer Kreuzung in der Nähe der größten jüdischen Siedlung im Gazastreifen, Gusch Katif mit 5.000 Bewohnern, verübt. Der Sprengsatz ging hoch, als eine Kolonne mit dem Schulbus und eskortierenden Militärfahrzeugen die Kreuzung passierte. Die 40 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren blieben unverletzt und wurden nach dem Anschlag von Psychologen betreut.

Ein Soldat getötet und drei verwundet

Der israelische Kommandeur im Gazastreifen, Generalleutnant Jom Tov Samia, sagte, der Jeep an der Spitze der Kolonne habe den größten Teil der Sprengladung abbekommen. Ein Soldat sei getötet und drei verwundet worden. Der Attentäter sei mit seinem mit Sprengstoff präparierten Wagen in die Kolonne hineingefahren. Seine Identität sei bekannt, der Mann habe in dem nahegelegenen Ort Chan Junis gewohnt. Berichte, jüdischen Siedler und israelische Soldaten hätten nach der Explosion wahllos um sich geschossen und drei Palästinenser verwundet, wurden nicht bestätigt. Der Gazastreifen wurde abgeriegelt.
AP - Foto: dpa
Gešndert am 29. Oktober 1998 14:51 von aj
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