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Ermittlungen gegen Verantwortliche des Hardware-Pleitiers

Schadt-Filialen melden Konkurs an

Stuttgart - Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der in Konkurs gegangenen Schadt Computertechnik GmbH eingeleitet. Eine Sprecherin sagte am Freitag, es gebe Hinweise auf wirtschaftliche Straftaten. Es gebe eine Anzeige von einem Betroffenen, der sein Geld nicht bekommen habe. Die Anzeige sei vor dem Konkursantrag eingegangen.

Das mit über 100 Filialen in ganz Deutschland vertretene Handelsunternehmen hatte am Mittwoch den Gang zum Konkursrichter angetreten. Von der Pleite sind nach Firmenangaben 470 Mitarbeiter betroffen. Als Grund für die Insolvenz wurde der Verdrängungswettbewerb in der Branche angegeben. Auch der Computerverkauf durch Lebensmittelketten haben dem Unternehmen zu schaffen gemacht, hatte Schadt erklärt. Die Firma war vor elf Jahren gegründet worden.

Verdacht auf Konkursdelikte

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, nun werde auch geprüft, ob im Rahmen der Pleite Konkursdelikte begangen worden seien. Normalerweise werde jede Insolvenz daraufhin überprüft. Zum vorläufigen Konkursverwalter wurde der Stuttgarter Rechtsanwalt Volker Grub bestellt. Die Verbraucherzentrale empfahl Kunden von Schadt, Geräte, die sie zur Reparatur gegeben haben, sofort wieder abzuholen.

Die Computerkette Vobis erklärte unterdessen, die rund 300 Filialen des Unternehmens würden für Schadt-Kunden einspringen und innerhalb der Garantiezeit bei Reparaturen von Personalcomputern nichts für die Arbeitszeit des Werkstatt-Personals berechnen. Materialkosten würden jedoch nicht übernommen, unterstrich Vobis.

AP

Gešndert am 30. Oktober 1998 14:15 von ar
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