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Streit um Programmiersprache "Java"Microsoft geht in die Berufung
Das Bezirksgericht in San Jose hatte in einer vorläufigen Verfügung am 17. November angeordnet, daß Microsoft seine Version von Java so ändern muß, daß sie mit der Version des Herstellers Sun Microsystems Inc. (Palo Alto/Kalifornien) kompatibel wird. Sonst müsse Microsoft das Betriebssystem "Windows 98", den "Internet Explorer" und andere Programme innerhalb von 90 Tagen vom Markt nehmen. Microsoft: Unsere Java-Version ist die besteMicrosoft hat Java für das eigene Windows-System verändert. In der Sun-Version kann Java auf verschiedenen Betriebssystemen verwendet werden, mit der Microsoft-Version ist dies nicht mehr möglich. Die Programmiersprache wird von vielen Fachleuten als Alternative zu Windows gesehen.Microsoft-Anwalt Tom Burt sagte, sein Unternehmen habe im besten Interesse der Verbraucher die "beste Java-Version" entwickelt. Das Unternehmen werde sich an die Verfügung halten, solange die Berufung nicht abgeschlossen sei. Wende im Kartellstreit durch Fusion von AOL und Netscape?Microsoft ist zeitgleich zu dem Rechtsstreit mit Sun noch in ein Kartellverfahren verwickelt. Das US-Justizministerium und zahlreiche Bundesstaaten werfen dem größten Hersteller von PC-Software vor, mit unsauberen Methoden Konkurrenten einzuschüchtern oder vom Markt zu verdrängen.In dem Verfahren erklärte Richter Thomas Penfield Jackson, die geplante Dreier-Allianz von Netscape, AOL und Sun bedeute für die Branche eine "maßgebliche Änderung". Die Allianz könne unmittelbare Auswirkungen auf den Markt haben. Vertreter von Microsoft werteten diese Äußerung als Hinweis, daß der Richter keine übermächtige Rolle von Microsoft in der High-Tech- Industrie sehe. Vertreter des Justizministerium hingegeben erklärten, die AOL-Netscape-Sun-Allianz habe keinen Einfluß auf das Kartellverfahren gegen Microsoft. dpa - Foto: dpa
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| Geändert am 17. Dezember 1998 13:06 von ar | ||||||||