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Tief "Netti" serviert naßkalten Wettermix

Weiße Weihnacht in den Bergen?

Offenbach - Tief "Netti" serviert vor dem Weihnachtsfest einen gar nicht netten naßkalten Wettermix. Dauerfrost in den Bergen, Regen, Schnee und Sturmböen sagten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach für das 4. Advent-Wochenende voraus. Wer zum Fest eine weiße Pracht erleben möchte, sollte sich aus den Niederungen des Flachlands in höhere Lagen begeben. Denn dort könnte Schnee für eine weiße Weihnacht sorgen.

DWD-Satellitenbild Ein erster Ausläufer des Tiefs "Netti" über dem nördlichen Skandinavien zieht nach der Prognose vom Donnerstag zufolge in den Nordwesten und bringt etwas Regen. In der Mitte und im Süden Deutschlands ist das Wetter zweigeteilt: In den höheren Lagen des Alpenvorlands und der Mittelgebirge können Ausflügler Sonne und eine prima Fernsicht bei milden Temperaturen um elf Grad genießen. In den Niederungen trübt dagegen feuchter Nebel die Aussichten. Bei Temperaturen um drei Grad können sich die Besucher der Weihnachtsmärkte mit heißen Getränken aufwärmen.

Zum Wochenende sorgt ein Kaltlufteinbruch in den Bergen für Dauerfrost in Lagen oberhalb von 800 Metern. In den Niederungen soll es naßkalt mit Temperaturen zwischen null und fünf Grad werden. Dazu fegt nach der Prognose Wind aus Nordwest mit zum Teil stürmischen Böen übers Land. Spaziergänger sollten auch mit Regen rechnen. Die Höhenlagen der Mittelgebirge bekommen nach der Vorhersage eine dünne weiße Schneedecke. Aber auch in den Niederungen "läßt sich die eine oder andere Schneeflocke blicken", erklärte Meteorologe Norbert Bonanati.

Weihnachtswoche zunächst unfreundlich

Die Schneefallgrenze sinkt am Sonntag bei naßkaltem Schauerwetter auf 400 Meter. Auch zu Beginn der Weihnachtswoche bleibt es der Vorhersage zufolge am Montag und Dienstag unfreundlich mit Schnee und Regen. Anschließend soll es zwar milder werden, aber: "Es könnte sein, daß der Schnee vom Wochenende sich hält", sagte Bonanati. In den Höhenlagen oberhalb von 600 Metern stünden die Chancen für eine "weiße Weihnacht" immerhin 70 zu 30 Prozent.
dpa; Satellitenbild, 17.12.98, 12:00 UTC: DWD

Letzte Änderung: 17.12.1998 13:42 von ar
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